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Repair-Café in Mönchengladbach

Mönchengladbach : Ehrenamtler machen Kaputtes heil

Im Repair-Café im Haus des PariSozial bieten Näherinnen, Elektroexperten und ein Fahrradmonteur ihre Hilfe an. An einem Tag haben sie etwa 60 Kunden. Manche kommen nur zum Plaudern.

Defekte Handys, Computer, Fahrräder oder aufgerissene Nähte, es gibt kaum etwas, das die ehrenamtlichen Helfer nicht wieder geradebiegen können. Ein Team von Spezialisten in verschiedenen Bereichen wartet auf die Gäste, die bei der Reparatur ihrer Produkte Unterstützung benötigen.

Das Repair-Café gibt es bereits seit mehreren Jahren, seit einem Jahr findet es im PariSozial statt. Ins Leben gerufen wurde es vom AStA der Hochschule Niederrhein und fand damals noch im Katholischen Hochschulzentrum „Lakum“ statt. Ursprünglich richtete sich das Projekt an Studenten, die nahmen die Hilfe aber nicht so gut an wie erhofft. „Trotz des Stereotypen des armen Studenten, scheinen sie defekte Produkte eher neu zu kaufen als zu versuchen, sie zu reparieren. Tatsächlich sind die meisten Besucher des Repair-Cafés im mittleren Alter“, sagt Cornelia Rüther, die für die Organisation und den Empfang zuständig ist. Sie selbst arbeitet auch im Café und ist Holzexpertin.

Das ehrenamtliche Team des Repair-Cafés ist groß und breit aufgestellt. Es gibt mehrere Helfer in der Küche, die für die Reparateure Kaffee kochen und Brötchen schmieren, zwei Näherinnen, eine Elektronikexpertin und einen Fahrradmonteur. „Besonders das Instandsetzen von Fahrrädern wird gut angenommen, manchmal gibt es bei ihm richtig lange Schlangen“, sagt Rüther. An einem durchschnittlichen Tag haben die Ehrenamtler etwa 60 Kunden, teilweise müssen sogar Leute wieder zurückgeschickt werden, weil zu wenig Zeit ist. Neue Helfer werden deshalb immer gesucht.

Nicht alle Gäste, die das Repair-Café besuchen, sind für die Reparatur eines Gerätes gekommen. Viele kommen auch einfach zum gemütlichen Kaffeetrinken. „Es gibt die Möglichkeit, etwas zu trinken, während die Experten sich um die Ausbesserungen kümmern. Einige kommen aber auch einfach so hierher. Die Gäste schätzen die Atmosphäre, und ich habe schon von vielen gehört, dass sie hier immer neue Leute kennenlernen, mit denen sie sich gut unterhalten und austauschen können“, sagt die Organisatorin.