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Mönchengladbach: Radstation: Neuer Standort hinter dem Bahnhof

Mönchengladbach : Radstation: Neuer Standort hinter dem Bahnhof

Die geplante Radstation am Hauptbahnhof ist in der kommenden Woche erneut Thema in den Sitzungen der Bezirksvertretungen Ost und Nord. Obwohl aufgrund der von NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans verhängten Haushaltssperre immer noch nicht klar ist, ob und wann die Stadt mit Zuschüssen vom Land rechnen kann, hat die Stadtverwaltung die Planungen für das Projekt weiter vorangetrieben - und erheblich verändert.

Die Radstation soll nun nämlich nicht mehr, wie ursprünglich geplant, am Europaplatz zwischen dem Bahnhofsgebäude und dem Parkhaus entstehen, sondern an der Rückseite des Bahnhofs am Platz der Republik. Grund für die veränderte Planung sind laut Verwaltung Brandschutzvorgaben, die am ursprünglichen Ort nicht hätten eingehalten werden können.

Hermann-Josef Krichel-Mäurer (SPD), Vorsteher des Bezirkes Ost, der durch den Bahnhof vom Stadtbezirk Nord getrennt wird, freut sich über die Planungsänderung. "Aus Sicht des Bezirkes Ost ist das ideal. Die Radstation befände sich dann unmittelbar an der Schnittstelle zwischen der bestehenden Fahrradachse Pesch/Platz der Republik und der in Zusammenhang mit der City Ost geplanten Fahrradachse Richtung Lürrip", sagt Hermann-Josef Krichel-Mäurer.

Zudem werde der hintere Bereich des Bahnhofs durch die Radstation belebt, ergänzt der Bezirksvorsteher. Das erhofft sich auch die Verwaltung, wie aus den Sitzungsunterlagen hervorgeht: "Durch die Errichtung der Radstation (...) kann das Umfeld des rückwärtigen Bahnhofszuganges städtebaulich aufgewertet werden", heißt es dort. Der benachbarte Taxistand trage zudem zur sozialen Sicherheit für die Nutzer der Radstation bei.

Für den Bau der Station müssten der angrenzende Parkplatz geringfügig verkleinert und die bestehenden Radstellplätze versetzt werden. Die ursprünglich vorgesehenen Dienstleistungen der Radstation wie Fahrradverleih und -reinigung, Codierungen sowie Wartungen sollen auch am neuen Standort bestehen bleiben. Es gab bereits Gespräche mit einem gemeinnützigen Träger als möglichem Betreiber der Station.

Die Kosten für die Station sollen sich im Rahmen dessen bewegen, was für die ursprüngliche Variante vorgesehen war: rund 1,15 Millionen Euro, wobei rund 750 000 Euro durch die (möglichen) Förderzuschüsse des Landes gedeckt werden sollen.

Krichel-Mäurer geht davon aus, dass der neue Planungsvorschlag innerhalb der Bezirksvertretung Ost am kommenden Donnerstag von allen Mitgliedern begrüßt werden wird. Einen Tag vorher tagt jedoch die Bezirksvertretung Nord. "Und die werden natürlich nicht begeistert sein, dass man ihnen die Radstation genommen hat", vermutet Krichel-Mäurer.

(RP)