1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Radstation am Gladbacher Bahnhof kommt - aber nicht vor 2015

Mönchengladbach : Radstation am Gladbacher Bahnhof kommt - aber nicht vor 2015

Regionalrat genehmigte zwar einen Zuschuss. Doch jetzt muss erst noch das Verkehrsministerium das "Okay" geben. Und dann folgt die Ausschreibung.

Als der Regionalrat jüngst grünes Licht für die Fahrrad-Station am Mönchengladbacher Hauptbahnhof gab und einen Zuschuss befürwortete, schien vielen klar: Zwischen Parkhaus und Bahnhofsgebäude werden in wenigen Wochen Bauarbeiter tätig, und noch in diesem Jahr können hier mehr als 660 Fahrräder in einem 1,15 Millionen Euro teuren Gebäude untergestellt werden. Diese Hoffnung trügt. "Vor Anfang 2015 werden wir auf keinen Fall mit dem Bau beginnen können", sagt der städtische Verkehrsplaner Jörg Clages. Am Rheydter Hauptbahnhof gibt es bereits eine Radstation mit 206 Stellplätzen.

Dass noch einige Monate für den Neubau vergehen, liegt in dem komplizierten Ablauf, der nach der Zusage des Regionalrats startet: Zunächst befasst sich das NRW-Verkehrsministerium mit der Förderung, dann wird die Bezirksregierung eingeschaltet. Und wenn diese im Herbst ihr "Okay" gibt und aus dem Fördertopf 750 000 Euro für die Gladbacher Radstation abzweigt, muss die Stadt ihren Teil erledigen. Das bedeutet: erst Detailplanung, dann den Eigenanteil sichern und im Etat aufnehmen. Anschließend muss das Gesamtprojekt ausgeschrieben werden. Verkehrsplaner Clages: "Das dauert mindestens weitere drei Monate. Früher werden wir nicht starten können."

Immerhin muss die Stadt die Radstation nicht neu "erfinden". Die Planung liegt vor, weil dem Regionalrat bereits im Vorjahr ein Antrag auf Förderung vorlag - der dann aber von diesem Gremium abgelehnt wurde. Nun greift die Stadt auf die damaligen Entwürfe zurück. Das heißt: Von der Radstation mit 666 Stellplätzen für Räder wird nur der Eingangsbereich sichtbar sein. Zwischen dem Gebäude des denkmalgeschützten Bahnhofs und dem maroden und deshalb zurzeit ungenutzten privaten Parkhaus lugt lediglich der schmalste Teil des T-förmigen Gebäudes zum Bahnhofsvorplatz heraus. Der Rest des zweigeschossigen Gebäudes verschwindet im Hinterhof .

(RP)