Prozessauftakt am Landgericht 733 Euro für einen Auftragsmord – Mönchengladbacherin angeklagt

Mönchengladbach · Über das Darknet soll die 29-Jährige einen Killer gesucht haben, der ihren Ex-Partner umbringt. Doch der Plan flog auf. Jetzt wird der Fall vor Gericht verhandelt.

Der Prozess wird im Schwurgerichtssaal des Mönchengladbacher Landgerichts verhandelt. (Archivfoto)

Der Prozess wird im Schwurgerichtssaal des Mönchengladbacher Landgerichts verhandelt. (Archivfoto)

Foto: Carsten Pfarr

Weil sie die Ermordung ihres Ex-Partners in Auftrag gegeben haben soll, muss sich eine Frau am Mittwoch, 24. April, vor dem Landgericht Mönchengladbach verantworten. Die 29-Jährige soll vor zwei Jahren über das Darknet einen Killer gesucht und für einen Auftragsmord 733 Euro in der Kryptowährung Bitcoin geboten haben. Laut Gericht war das Vorhaben aufgeflogen, weil die US-Bundespolizei FBI zu der Zeit eine Darknet-Seite ausgehoben und nach Auswertung der Daten die deutsche Polizei informiert hatte.

Die Mönchengladbacherin soll von dem potenziellen Killer verlangt haben, der Mord müsse wie ein Autounfall aussehen. Zweimal soll die 29-Jährige die Summe von 733 Euro gezahlt haben. Dabei fiel sie möglicherweise auf einen Betrüger herein. Denn passiert ist nichts, der Ex-Partner lebt noch.

Die Angeklagte bestritt im Vorfeld alle Vorwürfe und schob den Mordplan einem Ex-Freund in die Schuhe. Doch auf ihrem Mobiltelefon und Laptop sollen Daten zu Racheakten sowie im Browserverlauf entsprechende Anfragen gefunden worden sein. Im Verfahren wird der Frau deshalb auch falsche Verdächtigung vorgeworfen.

Für den Prozess ist ein weiterer Verhandlungstag am 2. Mai geplant.

(capf/dpa)
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