Mönchengladbach: Portal für Frauen, die zurück in den Job wollen

Mönchengladbach: Portal für Frauen, die zurück in den Job wollen

Das Leitmotiv heißt: "Zurück in die Zukunft". Geprägt hat das Motto der Arbeitskreis Netzwerk W (Wiedereinstieg), der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Frauen den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Das Netzwerk fasst regionale Berufs- und Bildungsangebote und Informationen auf einer Internetplattform zusammen.

"Wiedereinsteigerinnen suchen nach Möglichkeiten, sich umfassend zu informieren und sich dann zu entscheiden, welches Angebot am besten zu ihrer momentanen Lebenssituation passt", erklärt Silvia Hannemann, Koordinatorin des Netzwerks W und Leiterin des Bereichs Berufliche Bildung an der VHS Mönchengladbach.

Brigitte Bogan, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsplatz der Agentur für Arbeit, ist der Ansicht: "So ein Netzwerk kann nur bestehen, wenn alle an einem Strang ziehen." Deshalb haben zahlreiche Partner im Beratungs- und Bildungsbereich den Arbeitskreis gegründet. Hannemann: "Es fehlen noch die Betriebe. Denn schließlich erfolgt der berufliche Wiedereinstieg in den Unternehmen."

Sprachkenntnisse vermitteln

Das Angebot des Netzwerkes W richtet sich auch an Frauen mit Migrationshintergrund. "Wir wollen den Leuten über gefestigte Sprachkenntnisse eine bessere berufliche Perspektive bieten. Die Vermittlung von Sprache ist daher unverzichtbare Voraussetzung", findet Klaus Schmitz, Integrationsbeauftragter der Stadt.

Das Ziel der Initiative ist es, Frauen eine Informationsplattform und Anlaufstelle zu bieten. Vor allem die Zusammenarbeit der einzelnen Stellen sei dabei wichtig. "Einzelkämpfer nutzen nicht viel. Wir müssen den Frauen Erfahrungen vermitteln. Nur gemeinsam können wir etwas auf die Beine stellen", sagt Lydia Klement, von der Bénédict Sprachschule.

Auch die Berufsbildungs Akademie ist im Arbeitskreis Netzwerk W vertreten. Eva Mertens-Hill, Geschäftsführerin der Berufsbildungs Akademie BBA, kennt die Problematik. Sie suchte vor einigen Jahren eine Anlaufstelle und fand konkrete Hilfe erst bei der Volkshochschule: "Wir müssen Bildung und Beratung für in den Beruf wieder einsteigende Frauen einfacher gestalten. Auch im Beruf müssen wir weiterhelfen und beraten. Für den Anfang ist gesorgt, um neue Fördermittel hat sich der Arbeitskreis beworben. Er will mit andern Netzwerken in der Region zusammenarbeiten.

(RP)