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Mord in Rheindahlen: Polizei schnappt Tatverdächtigen - einen Nachbarn

Mord in Rheindahlen : Polizei schnappt Tatverdächtigen - einen Nachbarn

Die Polizei hat am Donnerstagvormittag den Mann gefasst, der am Mittwochabend die 67-jährige Hannelore R. in Rheindahlen umgebracht haben soll. Artur P. (34), ein Gelegenheitsarbeiter, wohnte bei ihr im Haus an der Gerkerather Mühle.

Um 11 Uhr am Donnerstagvormittag fasste die Polizei den gebürtigen Usbeken, der Zuflucht bei seiner Schwester in Wickrath gesucht hatte. Er steht im dringenden Tatverdacht seine 67-Jährige Nachbarin gefesselt und dann getötet zu haben.

Nach bisherigem Ermittlungsstand soll der 34-Jährige am Nachmittag zu seiner Nachbarin in die Wohnung gegangen sein. Dort hielt sie sich allein auf, weil ihr Ehemann derzeit in einem Krankenhaus behandelt wird. Artur P. soll sie an den Beinen gefesselt und teilweise in einen Teppich eingeschlagen haben. Außerdem hatte das Opfer schwere Kopfverletzungen. Wie diese entstanden sind, ist noch unklar.

Da es keine Einbruchspuren gab, suchte die Polizei im näheren Umfeld der Toten. Und stieß auf Artur P., der zwar nicht einschlägig vorbestraft ist, aber bereits mit Gewaltdelikten aufgefallen war.

Was das Motiv für die Tat war, ist derzeit noch unklar. Die Vernehmungen laufen noch. Ein Motiv könnte Geldnot des 34-jährigen, arbeitslosen Mannes gewesen sein. Klar ist nämlich, dass sich der Täter sich am Portmonee des Opfers zu schaffen gemacht hatte. Es fehlte die EC-Karte. Mit dieser gestohlenen Karte hat Artur P. noch am Mittwochabend versucht Bargeld abzuheben. Er scheiterte, wurde aber bei dem Versuch fotografiert.

Außerdem soll in der Wohnung von Hannelore R. ein Handy gestohlen worden sein.

Der Sohn von Hannelore R. hatte seine Mutter am Donnerstagabend tot aufgefunden, als er sie abholen wollte, um sie zu einem Treffen mit ihren Freundinnen zu fahren. Er klingelte zunächst an der Tür. Als seine Mutter nicht öffnete, holte er seinen Zweitschlüssel und entdeckte schließlich die Leiche.

Ob der Staatsanwalt Anklage wegen Mordes oder Totschlags erhebt, wird derzeit noch geprüft. Mit einer Entscheidung wird am Freitag gerechnet.

(emai / gap/jt/jco)