Mönchengladbach: Polizei-Neubau bis auf Weiteres verschoben

Mönchengladbach : Polizei-Neubau bis auf Weiteres verschoben

Der geplante Umzug des Polizeipräsidiums bleibt eine Endlos-Geschichte. Eigentlich sollte im Oktober mit dem Neubau an der Krefelder Straße begonnen werden. Doch nun ist der Baustart "bis auf Weiteres verschoben", wie eine Sprecherin des zuständigen Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) mit Sitz in Duisburg auf Anfrage erklärte.

Gemeinsam mit der Polizei sei man gerade dabei, die Planung zu präzisieren. Eine gesicherte Auskunft, wann mit dem Neubau begonnen werden könne, gebe es noch nicht. Und mehr könne man zu diesem Zeitpunkt leider auch nicht sagen. Bei der Mönchengladbacher Polizei äußert man sich schon lange nicht mehr öffentlich zu den Neubauplänen.

Einige Beamte können das Wort alleine schon nicht mehr hören. Für sie fällt das neue Präsidium unter die gleiche Rubrik wie Haus Westland und Eiserner Rhein: "Tausendmal geplant, nie ist was passiert." Und überhaupt: Von Plänen, die gerade mit dem BLB präzisiert werden, weiß keiner etwas.

Gerüchten zufolge schieben sich BLB, Stadt und Polizei gegenseitig die Schuld für die Verzögerungen zu. Die Stadt habe nicht rechtzeitig die baulichen Voraussetzungen geschaffen, heißt es auf der einen Seite, auf der anderen: Der BLB bummele. Und dann gibt es noch den Vorwurf: Die Polizei verwerfe andauernd ihre Pläne, wolle mal ohne Wache umziehen und dann wieder mit. "Wenn es nach uns ginge, wären die längst auf der Baustelle", sagt Stadtsprecher Wolfgang Speen. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und das Baurecht zügig umgesetzt."

(RP)
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