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Polizei Mönchengladbach: Steinwurf von Brücke auf Auto in Rheindahlen

Polizei Mönchengladbach ermittelt : Unbekannte werfen erneut Stein von Brücke auf Auto

Ist in Mönchengladbach ein Serientäter unterwegs? Die Polizei sieht auf jeden Fall einen Zusammenhang mit weiteren Steinwürfen von Brücken im Stadtgebiet. Bereits fünfmal flogen Gegenstände auf fahrende Wagen.

Es ist nicht der erste „gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr“, in dem die Mönchengladbacher Polizei ermittelt. Seit Dezember wurden viermal Gegenstände von Brücken auf fahrende Autos geworfen. Jetzt kam ein fünfter Wurf hinzu. Am Montag meldete ein Autofahrer der Polizei per Onlineanzeige, dass sein Wagen augenscheinlich gezielt von einer Person auf einem Roller von einer Brücke aus mit einem Stein beworfen worden war. Größerer Schaden konnte durch eine Vollbremsung verhindert werden. Wie in den anderen Fällen wurde kein Mensch schwer verletzt. Das hätte aber auch im jüngsten Fall ganz anders ausgehen können. Ist ein Serientäter unterwegs? Die Polizei sieht auf jeden Fall einen Zusammenhang mit mehreren vergangenen solcher Taten an der B57 und sucht dringend Zeugen – vor allem in Bezug auf den Rollerfahrer.

Der 49-jährige Autofahrer hatte bei der Polizei angegeben, dass er am Sonntag gegen 18.55 Uhr mit seinem Pkw die B57 befuhr, als er auf der Brücke zwischen Schriefersmühle und Rheindahlen-Broich eine Person auf einem Roller wahrnahm.

Seiner Beobachtung zufolge passte der Unbekannte den Moment ab, in dem der 49-Jährige die Brücke passierte, und warf dann gezielt und mit Wucht einen etwa faustgroßen Stein auf das Fahrzeug. Der Autofahrer reagierte sehr schnell mit einer Bremsung, so dass der Stein „nur" den Kunststoff-Stoßfänger traf und nicht die Frontscheibe. So konnte er größeren Schaden verhindern. Glücklicherweise verlief die Bremsung auch ohne Gefährdung anderer herannahender Verkehrsteilnehmer. Der Werfer flüchtete mit einer für einen Roller hohen Geschwindigkeit.

Der 49-Jährige machte sich sofort daran, den Roller zu verfolgen und konnte ihn an der Erkelenzer Straße wieder sehen. Er flüchtete weiter mit erhöhter Geschwindigkeit über die Beecker Straße, der Autofahrer verlor ihn an der Kreuzung zur Hilderather Straße aus den Augen. Der Polizei liegt folgende Beschreibung vor: Der Rollerfahrer war männlich und von jugendlichem Erscheinungsbild. Er trug eine schwarze Jacke und einen weißen Helm mit Teillackierungen. Der Roller war schwarz und hatte entweder weiße Aufkleber oder war teilweise weiß lackiert. Den Schilderungen zufolge dürfte der Roller „frisiert" gewesen sein.

In der jüngeren Vergangenheit, genauer im Dezember 2020 und im Januar 2021, war es bereits mehrfach zu solchen Taten gekommen:Kostenpflichtiger Inhalt dreimal in Rheindahlen auf der B 57 und einmal auf der Aachener Straße in Holt. Die Fahndungen im Rahmen einer Ermittlungskommission, bei denen zur Zeugensuche unter anderem auch Flugblätter eingesetzt wurden, führten seinerzeit nicht zu einem konkreten Tatverdächtigen.

Die Polizei ermittelt auch im aktuellen Fall wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Sie warnt: „Solche Handlungen haben mit grobem Unfug nichts zu tun, sondern sind Straftaten, die sehr schlimme Folgen für die Insassen der Fahrzeuge nach sich ziehen können.“

Die Ermittler suchen Zeugen und bitten dringend alle Personen, die Angaben zu der Tat und vor allem zu dem beschriebenen Täter und Roller machen können, sich unter der Rufnummer 02161 290 zu melden.

(gap)