Mönchengladbach: Pauls wird heute zum zweiten Mal Bezirksvorsteher

Mönchengladbach : Pauls wird heute zum zweiten Mal Bezirksvorsteher

Er hatte das Amt von 2004 bis 2009 schon einmal. Marlies Clerc und Manuela Luhnen sollen Stellvertreter werden.

Herbert Pauls war einer der Christdemokraten, die gegen die Reduzierung der Stadtbezirke waren. Nicht, weil er nichts von der Struktur-Idee gehalten hätte, sondern aus pragmatischen Gründen: Wie soll ein Bezirksvorsteher diese Terminflut schaffen? Denn das ist Herbert Pauls wichtig: Vereine, die den Bezirksvorsteher zu ihren wichtigen Anlässen einladen, dürfen nicht enttäuscht werden. Im Bezirk gibt es über 350 Vereine - und fast alle festlichen Anlässe sind am Wochenende. Doch Pauls, der heute in der konstituierenden Sitzung der Bezirksvertretung gewählt wird, muss das nicht alleine tun. Er wird zwei Stellvertreter haben. Dies sollen Marlies Clerc (SPD) und Manuela Luhnen (CDU) werden. Von den Stimmenverhältnissen her könnte es zwar theoretisch auch im Norden eine Überraschung geben. Dass Grüne, FDP, FWG, Linke und AfD gemeinsam stimmen, ist aber - erst recht nach dem Ergebnis im Süden gestern - nahezu ausgeschlossen.

Der 55-jährige Herbert Pauls war schon von 2004 bis 2009 Bezirksvorsteher. Wie in seiner ersten Amtszeit wird er auch in den kommenden sechs Jahren auf überparteilichen Konsens setzen. Pauls hätte sich, genau wie Arno Oellers im Westen, auch vorstellen können, das zweite Stellvertreter-Amt einem Vertreter der Grünen zu überlassen. Doch die Parteispitze der CDU hat dies mit der SPD anders ausgehandelt.

Pauls hat spannende Themen in seinem Bezirk zu moderieren. Die Gladbacher Innenstadt wird nach der Eröffnung des Minto nicht mehr dieselbe sein. Auch in der Altstadt ist viel Aufbruch. "Da kann ich den Akteuren nur ein Kompliment dafür aussprechen, was sich in den vergangenen Jahren in der Altstadt getan hat. Aber es gibt dort immer noch genug zu tun", sagt Pauls. Den Bezirk noch mehr zusammenwachsen zu lassen, nennt Pauls als eines der wichtigen Ziele für die kommenden sechs Jahre. Einer wird dabei wohl nicht mehr mithelfen. Der Sozialdemokrat Reinhold Schiffers, seit Jahrzehnten Mitglied erst der Bezirksvertretung Stadtmitte, später dann von Nord und in den vegangenen fünf Jahren Bezirksvorsteher, wird nach Informationen der RP morgen seine letzte Sitzung als Mitglied der Bezirksvertretung haben. Er will sich auf sein Ratsmandat konzentrieren.

(RP)
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