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Mönchengladbach: Parkleitsystem startet nächste Woche

Mönchengladbach : Parkleitsystem startet nächste Woche

Anfang Juni hat es mit den Strichen auf den Schildern, die freie Parkplätze anzeigen, in Gladbach ein Ende. Dann geht das System endlich ans Netz. Doch die Mehrheit der Parkhäuser in Rheydt und Gladbach bleibt auch künftig außen vor.

Was ist das? Es gibt drei davon; eines funktioniert einwandfrei, eines ein bisschen und eines gar nicht. Die Antwort auf diese Frage wird jeder Autofahrer in der Vitusstadt kennen: das Parkleitsystem, das freie Plätze in Parkhäusern anzeigen soll. Eigentlich. Denn während das System im Nordpark zur Frauen-Fußball-WM 2011 (neun Parkplätze mit 10 000 Stellplätzen) eingerichtet wurde und seitdem einwandfrei funktioniert, werden in Rheydt lediglich Stellplätze in einem einzigen Parkhaus, der Galerie Marienplatz, genannt. Und in Alt-Gladbach sogar kein einziger Platz. Hässliche Striche zieren hier wie dort die Schilder — Aussagekraft gleich null.

Das soll sich jetzt ändern, zumindest im Gladbacher Zentrum, wo insgesamt 14 Parkhäuser mit rund 4000 Stellplätzen angeschlossen werden könnten. "Die Inbetriebnahme für das jetzige Teilsystem erfolgt bis Anfang nächster Woche", sagt Ralf Klöpper, Bereichsleiter Verkehrstechnik der Stadt. Das heißt: Die freien Plätze in den Parkhäusern Goebenstraße, Oskar-Kühlen-Straße, Stepgesstraße, Bethesda sowie Abteiberg werden dann digital angezeigt (dynamischer Anschluss), das Parkhaus Am Gericht wird bereits jetzt über Pfeile ausgewiesen (statischer Anschluss). Das heißt aber auch: Da fehlen noch acht Parkhäuser. Zwei davon sind im Bau (Arcaden) beziehungsweise Umbau (Marktstieg), bei den restlichen sechs haben die Eigentümer oder Betreiber den Anschluss ans System nach wie vor nicht beantragt. "Die Gespräche mit den Parkhausbetreibern laufen", so Klöpper. "Und es gibt mündliche Zusagen, dass für einige Parkhäuser die Anschlussarbeiten veranlasst werden."

Denn dafür will die Stadt Geld sehen, und das ist auch der Grund, warum in Rheydt bisher nur ein Parkhaus angeschlossen ist. Der Aufwand für die Anschlussarbeiten innerhalb der Parkhäuser sei erstens von Fall zu Fall unterschiedlich und zweitens grundsätzlich Sache der Betreiber oder Eigentümer, heißt es aus dem städtischen Fachbereich Ingenieurbüro und Baubetrieb. Und Letzteres sehen einige Betreiber anders, berufen sich etwa darauf, sich schon zu D-Mark-Zeiten einmal finanziell beteiligt zu haben. Doch auch in Rheydt, wo es sieben "Parkierungsanlagen" mit rund 2500 Plätzen gibt, tut sich was. Zwei Parkhäuser — City und Karstadt — haben den Anschluss beantragt, er soll im Juli erfolgen. Heißt im Umkehrschluss: Die Häuser Bahnhof, Am Ring, Medicentrum und Theater bleiben auch weiter außen vor, weil der Anschluss eben nicht beantragt worden ist. "Es wird weiter versucht, Lösungen für die Anschlussarbeiten zu finden", sagt Ralf Klöpper.

1,3 Millionen Euro haben die dreiselbstständigen Teilsysteme des Parkinformationssystems insgesamt gekostet — und die Mehrheit der Parkhäuser in Gladbach und Rheydt wird auch künftig nicht angeschlossen sein. Planungsdezernent Andreas Wurff sagt: "Es gibt beim Thema Parkleitsystem ein bisschen Bewegung, aber nicht allzu viel." Doch immerhin ist die Infrastruktur auf einem guten Weg: Das Gladbacher Teilsystem, das letzte noch anzuschließende, ist zu 90 Prozent fertig. Lediglich 15 Schilderstandorte sind noch nicht fertig — sie werden erst im Rahmen der Fertigstellung der Straßenbauarbeiten für die Arcaden und die Breitenbachstraße bis 2014 erfolgen. Und: "Des Weiteren gibt es Überlegungen, den Parkplatz Galeria Kaufhof neu ins Parkleitsystem zu integrieren", sagt Klöpper. Bisher kann es daran nicht angeschlossen werden.

(RP/ac)