Mönchengladbach: Ohne Alkohol zum Derby nach Köln

Mönchengladbach: Ohne Alkohol zum Derby nach Köln

Das Bundesliga-Derby der Borussia beim 1. FC Köln wirft seinen Schatten voraus. Beim Hinspiel in Mönchengladbach sorgte das im Vorfeld verordnete Alkoholverbot für Aufregung.

Anhänger der Borussen, die sich nun am kommenden Freitag mit dem Zug auf den Weg zum Rückspiel in der Domstadt machen, müssen sich auf ein neuerliches Alkoholverbot einrichten – allerdings nur in den Zügen. Das wird die Bundespolizei in den Wagen kontrollieren.

Einmal angekommen, ist der Verzicht nicht mehr vorgeschrieben. Ein generelles Verbot alkoholischer Getränke in der Innenstadt oder um das Stadion herum wird es nicht geben. "Wir halten das von vornherein nicht für erforderlich", erklärt Polizeisprecher Christoph Gilles. "Die Erfahrung zeigt, dass die richtigen Hooligans ohnehin nicht betrunken sind und sogar sagen, dass sie dann gar nicht mehr richtig zuschlagen könnten."

Um das Kommen dieser Fans der so genannten Kategorie C zu unterbinden, hat die Kölner Polizei zu anderen Maßnahmen gegriffen. Gegen 60 Anhänger aus Mönchengladbach wurde ein Betretungsverbot ausgesprochen. Das heißt: Sie dürfen die Stadt Köln am Spieltag nicht betreten. Bei Missachtung droht ein Zwangsgeld von 500 Euro. "Das gilt für ganz Köln", betont Gilles. Ein ähnliches Verbot bekamen auch 200 Kölner, die bestimmte Innenstadtbereiche und Gebiete rund ums Stadion meiden müssen.

Um einer möglichen Eskalation in der Dunkelheit des Freitagabends vorzubeugen, wurde außerdem an Orten in Stadionnähe, an denen die rivalisierenden Gruppen aufeinander treffen könnten, ein Glas- und Dosenverbot ausgesprochen.

(RP)