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Mönchengladbach: Offroad-Stars: Ganz schön wuschig

Mönchengladbach : Offroad-Stars: Ganz schön wuschig

Nora Tschirner, Elyas M'Barek, Max von Pufendorf und Elmar Fischer kamen zur Vorpremiere ihres Films "Offroad" ins Comet Cine Center. Erwartet wurden sie von 300 Frauen, die zur Ladies Night ins Kino gekommen waren. Es war eine turbulente Begegnung – die Stars zum Greifen nah.

Nora Tschirner, Elyas M'Barek, Max von Pufendorf und Elmar Fischer kamen zur Vorpremiere ihres Films "Offroad" ins Comet Cine Center. Erwartet wurden sie von 300 Frauen, die zur Ladies Night ins Kino gekommen waren. Es war eine turbulente Begegnung — die Stars zum Greifen nah.

Elyas M'Barek ist sich nicht ganz sicher, wo er überhaupt ist. "Mönchengladbach? Liegt das bei Bergisch Gladbach?", fragt er. Der Münchner hat keinen blassen Schimmer von Fußball und deshalb noch nie etwas von Borussia Mönchengladbach gehört. Er weiß aber, dass Heidi Klum aus Bergisch Gladbach kommt. Immerhin.

Diesem Mann kann niemand böse sein. Sein fröhliches Lachen ist einfach ansteckend. Der Schauspieler gehört zum Staraufgebot, das zur Vorpremiere ins Comet Cine Center gekommen ist.

Von Nora Tschirner angeführt, schreiten M'Barek, Max von Pufendorf und der Regisseur Elmar Fischer über den roten Teppich, bejubelt von zahlreichen Fans, die draußen auf die Akteure gewartet haben. Der Film "Offroad" wird fünf Tage vor dem offiziellen Start im gläsernen Kino an der Viersener Straße gezeigt. Vor 300 Frauen, die zur Ladies Night ins Kino gekommen sind.

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Gigantische Verehrer-Gemeinde

"Seitdem Elyas weiß, dass hier ausschließlich Frauen sind, ist er ganz wuschig", sagt Nora Tschirner. Die Schauspielerin, die spätestens seit "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken" eine gigantische Verehrer-Gemeinde hat, wird frenetisch gefeiert.

Während ihre männlichen Kollegen Fragen aus dem Publikum beantworten, tänzelt Nora Tschörner vor der Leinwand, sie prostet den Ladies auf den Rängen mit ihrem knatschroten Cocktail zu ("Stößchen, Mädels!"), dann macht sie es sich auf der Auslegeware des Kinosaals gemütlich: "Herrlich, hier bleibe ich noch ein bisschen."

Die drei Schauspieler und ihr Regisseur verteilen Autogrammkarten und lassen sich mit den Kinobesucherinnen fotografieren, dann müssen sie weiter — in die nächste Stadt, zur nächsten Vorpremiere.

Der Film startet. Die 300 Frauen wenden ihre Konzentration der Leinwand zu. Nora Tschirner spielt die Meike Peltzer, deren Leben in geordneten Bahnen verläuft. Bis sie beim Zoll einen beschlagnahmten, ziemlich peinlichen Proll-Jeep ersteigert und in dessen Kofferraum 50 Kilogramm Kokain findet.

Als sie ihren Gatten in spe (Max von Pufendorf) beim Fremdgehen mit ihrer besten Freundin erwischt, könnte sie eigentlich all den bürgerlichen Mief hinter sich lassen und "Offroad" durch die Sahara brausen. Doch dagegen haben die Besitzer der Drogen, drei gescheiterte Jungunternehmer, etwas. Und zudem kreuzt ein ziemlich unverschämter — und unverschämt gut aussehender — Deutschtürke (Elyas M'Barek) Meike Pelzers Weg . . .

"Der Film ist nicht nur eine Komödie", sagt Regisseur Elmar Fischer, der neben dem Spielfilm "Fremder Freund" die ersten beiden Stuttgarter Tatort-Folgen mit Richy Müller und Felix Klare drehte. Mit "Offroad" macht er, wie er selbst es bezeichnet, seinen ersten Ausflug ins Popcorn-Kino. "Offroad hat viele Action-Momente — da fliegen auch schon mal Autos durch die Luft. Vor allem aber geht es um eine Liebesgeschichte."

Ein kleines Problem — für Nora Tschirner. Wenn man sich unter Kollegen schon so lange kennt, sei das mit dem Küssen nicht so einfach. "Aber schließlich sind wir nicht im Swinger-Club, sondern drehen einen Film. Das ist Arbeit." Obwohl auch viel gelacht wurde. Die Szene mit dem angehenden Gatten Max von Pufendorf auf dem Tandem, sei extrem lustig gewesen. "Wir konnten gar nicht mehr aufhören zu lachen", sagt Nora Tschirner — und lacht.

Einfach nur gucken

Das tut sie ohnehin schrecklich gern. "Aber am allerliebsten sitze ich irgendwo ganz ruhig rum — und gucke mir die Leute an", sagt sie. Es passiere dann allerdings unweigerlich immer das Gleiche: "Dann kommt irgendwer und fragt mich, was mit mir los ist. Und warum ich nicht fröhlich bin. Dabei will ich doch einfach nur gucken."

(RP/jco)