NRW-Wissenschaftsministerin lobt den Textilstandort Mönchengladbach

„MG zieht an“ : Wissenschaftsministerin lobt Textilstandort MG

Während Isabel Pfeiffer-Poensgen die Messe „MG zieht an“ besuchte, bereiteten sich Studierende auf ihre Modenschau vor.

Als Enkelin eines Aachener Textilkaufmannes interessierte sich Isabel Pfeiffer-Poensgen für diesen Termin ganz besonders. Drei Stunden Zeit nahm sich die NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft bei ihrem Besuch in Mönchengladbach. Die Landtagsabgeordneten Jochen Klenner (CDU) und Andreas Terhaag (FDP) hatten ihr zuvor immer wieder von dem textilen Schwerpunkt in der Stadt vorgeschwärmt.

Am Freitag sollte sich die Ministerin selbst ein Bild davon machen. Und das tat sie auch, sehr intensiv und interessiert. „Es ist sehr spannend zu sehen, welche Zukunftsmöglichkeiten Textilien haben, wo doch lange Zeit vom Ende der Textilindustrie die Rede war“, sagte Pfeiffer-Poensgen. Und diese Einschätzung war nicht nur von den massierenden Turnschuhen geprägt, die ihr beim Rundgang über den Hochschul-Campus präsentiert worden waren.

Den Auftakt beim Ministerinnenbesuch machte ein Arbeitsgespräch im Textiltechnikum im Monforts-Quartier. Dort gab es einen Überblick über Projekte, bei denen Hochschule und Stadt an einem Strang ziehen: Unter anderem ging es um die Weiterentwicklung des Textilcampus’ Mönchengladbach und um die geplante Cyber Alliance NRW, die in Kooperation mit Bonn und der dortigen Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, dem Fraunhofer Institut und der Verwaltungsfachhochschule das nächste Leuchtturmprojekt in der Stadt werden soll. Der anschließende Rundgang über die Messe „MG zieht an“ startete an der Textilakademie NRW, einem weiteren Vorzeigeprojekt der Stadt.

Aunde-Geschäftsführer Rolf Königs präsentierte Jochen Klenner (CDU), Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ulrich Schückhaus (WFMG) und Prof. Lutz Vossebein von der Hochschule (von links) einen Autositz aus recyceltem Polyester. Foto: Markus Rick. Foto: Markus Rick (rick)

An dem Stand der Aunde-Gruppe konnte Geschäftsführer Rolf Königs Isabel Pfeiffer-Poensgen einen Autositz aus recyceltem Polyester präsentieren. Die Ministerin war beeindruckt davon, wie aus Plastik Pet-Flaschen-Granulat und dann Stoffe für die Automobilindustrie entstehen. Spannend für die Ministerin waren aber auch die Hochschul-Projekte, die Studierende in den einzelnen Laboren präsentierten. Nora Struwe, Master-Studentin am Fachbereich Textil und Bekleidungstechnik, zeigte das Ergebnis ihrer Bachelorarbeit: selbst entworfenen Bettbezug, der schon in Kürze im Großhandel erhältlich sein wird. Katerina Amprazi präsentierte im Labor nebenan den selbst entworfenen Schuh mit eingebauter Massage.

In der Textilakademie zeigten die Studierenden ihre selbst entworfenen und genähten Outfits: Hier das Modell „Widerspiegelnde Farbreflexion“ von Kerstin Jany. Foto: Bauch, Jana (jaba)
Dieses Modell von Lena Hoogen nennt sich „UP.Rising“. Foto: Bauch, Jana (jaba)
„In zero: desformierte Skulptile Textur“ von Kerstin Jany. Foto: Bauch, Jana (jaba)
Männerblouson „2ndChance“ von Marie-Louise Strupat. Foto: Bauch, Jana (jaba)
Eine Weste aus der Kollektion „FUTURIST“ von Nina Hüttemann. Foto: Bauch, Jana (jaba)
Julia Nikoleisen nannte ihre Strick-Kreation „Hairy Revolution“. Foto: Bauch, Jana (jaba)
Buntes für Männer gibt es bei „A line“ von Aline Homscheid. Foto: Bauch, Jana (jaba)
„Just a dream?– What the future may hold“ nannte Studentin Anna Buttkus ihr Outfit. Foto: Bauch, Jana (jaba)
„Federkleid“ nannte Leona Hülser dieses Outfit. Foto: Bauch, Jana (jaba)
„Moj rodny kyt“ von Ninel Naidzenka zeigt eine klare Linie in Weiß. Foto: Bauch, Jana (jaba)
„Gottes Werk und Teufels Beitrag“ von Nora Sproten. Foto: Bauch, Jana (jaba)

Und auch das hat die Ministerin überzeugt: dass in Mönchengladbach Hochschule, Wirtschaft und Politik gemeinsam an einem Strang ziehen. „Ich sage es so: Hier herrscht ein sehr starker Spirit.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: „MG zieht an“ - Modenschau der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach

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