NRW fördert Seniorenhaus in Mönchengladbach-Hardterbroich

Gegen Alterseinsamkeit : NRW fördert Seniorenhaus in Hardterbroich

Mit 50.000 Euro wird die Sozial-Holding der Stadt unterstützt. Ziel ist es, zusätzliche Anlaufpunkte für ältere Menschen zu schaffen, damit diese länger in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können.

Gerade im Alter ist das soziale Miteinander in der gewohnten Umgebung eine wichtige Grundlage. Senioren streben so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben an, dies ist ein Grundbestandteil ihrer Zufriedenheit. Deshalb möchte ein großer Anteil der alternden Gesellschaft im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung bleiben. Dazu kommt die Suche nach Kontakten, Aktivitäten und nach Möglichkeiten der stationären Pflege. Mit dem Alter nehmen zudem Erkrankungen und Unterstützungsbedarf zu, und es besteht ein erhöhtes Risiko von Alterseinsamkeit.

Nun hat das NRW-Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales das Förderprogramm „Miteinander und nicht allein!“ ins Leben gerufen. 60 im Land ausgesuchte Pflegeeinrichtungen werden mit dem Programm gefördert und sollen zu wichtigen Anlaufpunkten für ältere Menschen entwickelt werden. Gefördert werden Projekte und Maßnahmen, die sich durch systematische Kontaktaufnahme zu Menschen außerhalb der Pflegeeinrichtung auszeichnen. Voraussetzung ist aber,  dass die Beratungs-, Informations- oder Teilhabeangebote in der Nachbarschaft bleiben. Also konkret einen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe älterer Menschen leisten. Sind diese Vorgaben erfüllt, erhält die Einrichtung einen Förderbetrag von jährlich 50.000 Euro.

In Mönchengladbach hat die Sozial-Holding der Stadt mit dem neuen Seniorenhaus in Hardterbroich den Zuschlag erhalten. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre befristet. „Ziel ist es“, betonen Holding-Geschäftsführer Helmut Wallrafen und Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Post, „das Haus mit seinen 80 Plätzen zu einem hilfreichen Anlaufpunkt für ältere Menschen in der direkten Nachbarschaft zu entwickeln.“ Das Haus soll sich also noch weiter als Ort der Begegnung und des Austauschs etablieren und stärker als zuvor Treffpunkt für ältere Menschen sein.

Auch in Hardterbroich lebten viele ältere Menschen allein und bekämen das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden. Genau diese Situation will das Seniorenheim verbessern und sich noch stärker für die Nachbarschaft öffnen. Speziell für diese Projektarbeit wurde Sara Schmitt eingestellt. Die neue Projektleiterin ist nach eigenen Angaben „ein Hardterbroicher Mädchen“; im Stadtteil aufgewachsen und mit hat gute Kontakte zu Vereinen und Einrichtungen.

Seit dem 1. November ist Sara Schmitt mit ihrem Wissen und der fachlichen Kompetenz Teil des Teams und hilft älteren Menschen im Quartier aus der Altersisolation. Das Heim will sie fest im Quartiersleben des Stadtteils verankern. Unterstützt wird die studierte Ergotherapeutin und auf Alterskrankheiten weitergebildete Schmitt bei ihrer neuen Arbeit von Susanne Wallrafen, Leiterin des Projekts Urban Life Plus, und Pflegedienstleiterin Tanja Manten.

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