Nordstraße in Mönchengladbach: Es gibt keine Baustellenampeln mehr

Alle Baustellenampeln vergriffen : Derzeit kein Erstatz für kaputte Ampel in Mönchengladbach

Eigentlich sollte eine Baustellenampel die kaputte Lichtzeichenanlage an der Kreuzung von Nordstraße und Otto-Saffran-Straße ersetzen. Doch es gibt keine.

Für Autofahrer und Fußgänger heißt es an der Kreuzung in Rheydt, an der Nordstraße, Am Gerstacker, Bonnenbroicher Straße und Otto-Saffran-Straße aufeinandertreffen, weiterhin: Aufpassen!

Seit mehr als anderthalb Wochen ist dort die Ampelanlage kaputt. Eigentlich sollte dort als Übergangslösung eine Baustellenampel den Verkehr regeln. Doch daraus wird nichts. „Baustellenampeln sind derzeit nicht mehr zu haben“, hieß es am Mittwoch aus dem Rathaus. Der Grund: „Es gibt zu viele Baustellen. Alle Anlagen sind langfristig gebucht.“

Das jüngste Gewitter hatte der Lichtzeichenanlage in Rheydt den Garaus gemacht. Weil die Ampel dort zu den betagten Modellen gehört, sollte zunächst eine komplett neue Anlage installiert werden. Das heißt: Der Auftrag muss ausgeschrieben werden, und das dauert. Doch weil es keine Zwischenlösung geben kann, pressiert es jetzt. Bald fängt die Schule wieder an, und dann wird der Verkehr wieder dichter. Nun trat Plan B in Kraft: Es wurde ein Ersatzteil für die Ampelanlage bestellt, von der es zunächst hieß, sie sei irreparabel. Der Auftrag ist bereits erteilt. Geliefert werden soll das Ersatzteil am 6. September.

Wie Stadtsprecher Mike Offermanns erklärte, hatte sich die Verwaltung zunächst aus ökonomischen Gründen für eine komplette Neuinstallation entschieden. Eine moderne Lichtzeichenanlage koste je nach Größe zwischen 50.000 und 100.000 Euro. Dafür könnten die Geräte nach neuestem Standard aber auch mehr als die alten – zum Beispiel Verkehrsströme erfassen. Bei den betagten Ampeln sind nur die Lichtsignale programmiert.

Das neue Ersatzteil, ein 8000 bis 12.000 Euro teures Steuerungsgerät, soll aber nicht nur in der Ampelanlage an der Kreuzung Nordstraße/Otto-Saffran-Straße zum Einsatz kommen. Wird die komplette Signalanlage, wie ursprünglich geplant, doch noch durch eine neue ersetzt, soll das neue Steuerungsgerät ausgebaut und als Ersatzteil bereit gehalten werden, wenn es woanders im Stadtgebiet zu einem Ampeldefekt kommen sollte.

Die reparierte Lichtzeichenanlage an der Rheydter Kreuzung soll erst einmal weiter im Betrieb gehalten werden. Die Ausschreibung für ein modernes Signalgerät wird zwar verschoben, aber nicht aufgehoben, wie Offermanns sagt.

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