Mönchengladbach: Nordpark — bald alles vermietet

Mönchengladbach: Nordpark — bald alles vermietet

Im Sommer soll auch das letzte der insgesamt 17 denkmalgeschützten Gebäude im Nordpark fertig saniert sein. Bis auf etwa 1000 Quadratmeter sind bereits alle Büros vergeben. Bei der Stadt spricht man von einer "Erfolgsstory".

Dr. Stefan Koenen ist mit seiner Steuerberatungskanzlei und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von Viersen in den Nordpark gezogen. Dass er sein schönes Büro in der Nachbarstadt gegen Räume hinter denkmalgeschützten Fassaden im Schatten des Borussia-Stadions und mit Blick auf das Hotel-Restaurant Palace St. Georges tauschte, hatte nach seinen eigenen Angaben vor allem einen Grund: "Ich war beeindruckt von dem Ambiente hier." Dies gepaart mit den günstigen Verkehrsanbindungen und ausreichenden Parkplätzen habe die Entscheidung für den Umzug leicht fallen lassen.

Arbeiten in der Zöglingsanstalt

Koenen und seine Angestellten arbeiten nun in einem Haus, in dem sich Anfang des vorigen Jahrhunderts eine Zöglingsanstalt befand, bevor die Engländer kamen und eine Offiziersmesse daraus machten. Heute finden sich dort Büros nach modernstem Standard.

Von der alten Nutzung lässt sich nichts mehr erahnen. Laut Investor Ralf Maibaum waren die Sanierungsarbeiten aufwändig. Das heißt: Sie sind es noch. Denn das letzte von insgesamt 17 denkmalgeschützten Gebäuden ist noch in Arbeit. Bis zum Sommer soll auch die restlichen 1500 Quadratmeter Bürofläche fertig sein. Und die sind auch schon so gut wie vermietet. "Dabei mussten wir gar keine Werbung machen", sagt Maibaum.

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Wer jetzt noch in den Nordpark ziehen will, muss mit einem Neubau vorlieb nehmen, denn die alten Gebäude sind quasi alle belegt, berichtet Wirtschaftsförderungschef Dr. Ulrich Schückhaus. Vor zehn Jahren hatte die Stadt mit der Entwicklung des Nordparks begonnen. "Wir hätten schneller fertig werden können, wenn wir alles zugelassen hätten", sagt Oberbürgermeister Norbert Bude. Aber das hätte auch bedeuten können, dass sich dort Einkaufsdiscounter neben Fast-Food-Ketten aufreihen.

Heute sind im denkmalgeschützten Bereich vor allem IT-Dienstleister, Softwareentwickler, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Anwälte und fünf Werbeagenturen angesiedelt. "Das ist hier ein kleines Kreativzentrum", findet Norbert Bude. Und dass mittlerweile in einem Radius von einem Kilometer 1200 Menschen arbeiten. wertet der Oberbürgermeister als Erfolgsgeschichte.

Laut Schückhaus hat man nun damit begonnen, die nächsten Baufelder zu erschließen. "Der Nordpark als Ganzes wird uns noch lange beschäftigen", sagt er. So müsse auch noch die riesige Fläche gegenüber dem neuen Finanzamt entwickelt werden.

Dr. Koenen freut sich über seine neuen Büroräume: "Ich habe Mandanten aus Köln, Aachen und auch Düsseldorf. Alle, die schon einmal hier waren, waren begeistert von dem Gewerbepark hier, der wirklich noch wie ein richtiger Park aussieht."

(RP)
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