Mönchengladbach Noch mehr alte Autos bei den Classic Days an Schloss Dyck

Mönchengladbach · Benzingeruch, knatternde Motoren und jede Menge glänzender Chrom: Das erwartet die Besucher des Klassiker- und Motorfestivals "Classic Days" rund um Schloss Dyck. Ab Freitag, 31. Juli, verwandelt sich das Areal um das historische Wasserschloss in Jüchen zum zehnten Mal in ein Paradies für Oldtimer-Fans und Nostalgiker, die sich auf eine Zeitreise durch die Automobil-Geschichte begeben können. Rund 30 000 Besucher werden über das Wochenende verteilt erwartet - darunter auch wieder einige prominente Rennfahrer.

Einen ganz besonderen Gast darf der Verein "Classic Days" in diesem Jahr begrüßen: Der Brite Sir Stirling Moss hat zugesagt, an dem Motorfestival teilzunehmen. Vor 60 Jahren stellte er beim Straßenrennen "Mille Miglia" durch Italien einen Streckenrekord von 160 Kilometern pro Stunde auf - eine für damalige Verhältnisse exzellente Leistung.

Natürlich wird der Brite nicht nur mit Besuchern plaudern und Autogramme geben. Sir Stirling Moss wird standesgemäß auch auf der Straße sein Können unter Beweis stellen. Neben Moss haben sich noch einige andere Rennfahrer-Legenden angekündigt, darunter etwa Frank Biela (bekannt vom 24-Stunden-Rennen in Le Mans), Hans Herrmann, Klaus Ludwig, Jochen Mass, Hans Joachim "Strietzel" Stuck oder der belgische Formel-1-Pilot Jacky Ickx. Angesteuert werden die "Classic Days" in diesem Jahr auch von der Mönchengladbacher Lokalmatadorin und DTM-Siegerin Ellen Lohr.

So viel zu den bekannten Persönlichkeiten, die sich unter die Besucher mischen wollen. Doch was wären sie ohne ihre flotten Gefährte? Eines der attraktivsten Autos, die am Schloss gezeigt werden, ist wohl der "Silberpfeil" der Auto-Union aus den 1930er Jahren. Mit seinen 520 PS stellte der stromlinienförmige Flitzer in Leichtbauweise ein Ausnahme-Kapitel in der Geschichte der deutschen Rennfahrzeuge dar.

Die Vorbereitungen für die größte Veranstaltung am Schloss laufen bereits auf Hochtouren. "Wir liegen gut im Zeitplan, alles funktioniert bisher reibungslos", sagt Rüdiger Königs, der zum Veranstaltungsteam der "Classic Days" gehört. Er freut sich, dass sich das Festival in den vergangenen Jahren so gut etabliert hat - und dass sich regelmäßig legendäre Piloten anmelden. Zum Programm zählt neben den "Racing Legends" auf dem Rundkurs auch die gemütliche Ausfahrt "Concours d'Elegance". Was sich im vergangenen Jahr bewährt hat, soll in diesem Jahr fortgeführt werden: So sind auch einige amerikanische Straßenkreuzer wieder Teil des Festivals, bei dem unter anderem zeitgenössisch gepicknickt wird.

Los geht's am Freitag, 31. Juli, um 10 Uhr, und am Samstag sowie am Sonntag, 1. und 2. August, jeweils um 9 Uhr. Eine Tageskarte gibt's für Erwachsene zum Preis von je 16 Euro am Freitag und zu je 30 Euro an den beiden übrigen Tagen. Im Vorverkauf kosten die Tickets 27 Euro, ermäßigt 23 Euro. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre kommen für drei Euro aufs Gelände. Parkplätze sind ausgeschildert, es gibt auch einen Shuttle-Service. Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.schloss-dyck-classic-days.de.

(RP)
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