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Mönchengladbach: Nobelpreisträger Yunus für zwei Tage in Gladbach

Mönchengladbach : Nobelpreisträger Yunus für zwei Tage in Gladbach

Am 1. Februar konnte Professor Muhammad Yunus, der für seine Idee der Mikrokredite den Friedensnobelpreis bekam, nicht nach Mönchengladbach kommen. In seinem Heimatland Bangladesch war er vor Gericht gestellt worden – aus rein politischen Gründen, wie Kenner der politischen Szene des südasiatischen Landes versichern.

Am 1. Februar konnte Professor Muhammad Yunus, der für seine Idee der Mikrokredite den Friedensnobelpreis bekam, nicht nach Mönchengladbach kommen. In seinem Heimatland Bangladesch war er vor Gericht gestellt worden — aus rein politischen Gründen, wie Kenner der politischen Szene des südasiatischen Landes versichern.

Nun holt der als "Banker der Armen" auch von deutschen Spitzenmanagern verehrte Yunus seinen Besuch nach und bleibt gleich zwei Tage in Mönchengladbach, inklusive Übernachtung im Dorint. Am 20. November sitzt er in der Kaiser-Friedrich-Halle beim Konzert der jungen Pianistin Alice Sara Ott im Publikum. Tags darauf steht er dann selbst im Mittelpunkt — und das einen ganzen langen Tag.

Strategien für Bürger-Engagement

Früh am Morgen wird Yunus jene beiden Projekte in Augenschein nehmen, die er selbst in Mönchengladbach angestoßen hat. Denn das ist die Bedingung für Gastgeber des Ökonomen: Er verzichtet auf sein Honorar und möchte, dass von den Einnahmen Sozialprojekte mit langfristiger Wirkung realisiert werden. So hat der Besuch Yunus' längst sichtbare Folgen, bevor der 71-Jährige überhaupt angekommen ist. Im Waldhaus, einem Ladenlokal an der Waldhausener Straße, werden mit Unterstützung der Hochschule Unternehmensgründungen im Stadtteil unterstützt. Außerdem bekommen mit Hilfe des Kinderschutzbundes Schüler ein gesundes Frühstück.

Von 10 bis 16 Uhr gibt es ein Social Business Forum in der KFH. In Podiumsdiskussionen und vier Foren sollen 200 Interessierte gemeinsam mit Yunus Strategien für bürgerschaftliches Engagement in Mönchengladbach und Nordrhein-Westfalen entwickeln. Die Teilnahme an dem Forum kostet 60 Euro inklusive Mittagessen.

Anmelden kann man sich dazu bei nadine.goddar@mgmg.de. Um 19.30 Uhr beginnt dann die große Publikumsveranstaltung in der KFH. Yunus trägt eine knappe Stunde vor und lässt sich eine halbe Stunde von NTV-Moderatorin Carola Ferstl auf der Bühne interviewen. Die Karten für den Abend kosten 20 Euro. Da sie für den Februar-Termin rasch ausverkauft waren, ist es ratsam, sich zeitnah zu kümmern. Die Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter www.ticketonline.de oder telefonisch unter 01805 4470.

(RP/rl)