Mönchengladbach: Nexans verlagert 50 Stellen nach Hannover

Mönchengladbach: Nexans verlagert 50 Stellen nach Hannover

Der Kabelhersteller Nexans wird im kommenden Jahr seine Zentralverwaltung aus Rheydt abziehen und nach Hannover umsiedeln. Dies bestätigte Reimund Strauß, Bevollmächtigter der IG Metall, der RP. Die niedersächsische Hauptstadt ist der Deutschlandsitz des französischen Unternehmens. Betroffen sind etwa 50 Arbeitnehmer.

Der Belegschaft seien die Planungen vor rund einem Monat mitgeteilt worden, so Strauß. Auf den Produktionsstandort soll die Entscheidung vorerst keine Auswirkung haben: "Das Produktionsspektrum hier in Rheydt ist ein sehr spezielles, und die Auftragslage ist derzeit gut." Mittelfristig könne die Entscheidung jedoch Sorgen bereiten.

Nexans Deutschland ist im Wesentlichen ein Zusammenschluss der früher eigenständigen Firmen Kabel Rheydt und Kabelmetal Electro Hannover, der 1992 vollzogen wurde. Seit 2000 firmiert die Firma unter dem Namen Nexans. Am traditionsreichen Standort an der Bonnenbroicher Straße werden bereits seit 1884 Kabel hergestellt, ab 1898 unter dem Namen Kabelwerk Rheydt Aktiengesellschaft, in deren Geschichte der Rheydter Otto Saffran eine nicht unwesentliche Rolle spielte.

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Das Nachfolgeunternehmen Nexans Deutschland beschäftigte Ende 2011 8566 Mitarbeiter im In- und Ausland. Neben Mönchengladbach und Hannover gibt es weitere Werke in Bramsche, Hürth und Neunburg vorm Wald sowie etliche Tochtergesellschaften.

(RP/ac)
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