Mönchengladbach: Neues Wohngebiet auf der Tennisanlage

Mönchengladbach : Neues Wohngebiet auf der Tennisanlage

Das Areal in Gerkerath liegt seit Jahren brach. Die Investorin Melanie Fassbender hat es vor zweieinhalb Jahren gekauft. Sie plant den Umbau der vorhandenen Architektur, und auf sechs Parzellen sollen Einfamilienhäuser entstehen.

Endlich kommt Bewegung in die Sache. "Die Stadt hat meine Bauvor-anfrage positiv beantwortet", sagt Melanie Fassbender. "Jetzt kann ich loslegen." Vor zweieinhalb Jahren hat sie das brachliegende Areal der ehemaligen Tennisanlage in Gerkerath gekauft und plant dort modernes Wohnen in den alten Gebäuden und Neubauten im hinteren und seitlichen Bereich. Die Investorin hat das Ziel, hochwertiges Leben auf dem Land zu ermöglichen - modernes Wohnen mit historischen Bezügen. Alte Strukturen sollen erhalten bleiben, Neues mit Historischem verbunden werden. "Ich möchte, dass die zukünftigen Eigentümer und Mieter das Hofleben im wunderschönen dörflichen Gerkerath genießen können." Dazu gehört natürlich ein Garten zu jeder Wohneinheit. Und nach hinten ist das Gelände auf Dauer unverbaubar. Das Naturschutzgebiet geht unmittelbar über bis zum Rheindahlener Friedhof.

Rechts verläuft die Dorfstraße. Hinter dem Vorderhaus schließt sich der Anbau an. In der Mitte des Areals befindet sich die Scheune, im hinteren Bereich entstehen sechs Häuser. Foto: Fassbender

Das Vorderhaus aus dem Jahr 1889 ist inzwischen komplett saniert. Das Dachgeschoss hat Melanie Fassbender ausbauen lassen, entstanden ist eine großzügige moderne Wohneinheit mit alten Holzbalken, die den Raum strukturieren. Das Haus möchte die Investorin gern an eine Familie vermieten. Der Anbau und das Clubhaus werden ausgebaut. Melanie Fassbender lässt es zum Wohnhaus mit einer Einliegerwohnung umbauen. Dafür muss das Erdgeschoss mit Thekenbereich, Gastraum, Kaminbereich, der Küche und den Lagerräumen teilweise abgerissen beziehungsweise komplett entkernt werden. In diesem Gebäude wird sie selbst wohnen. "Mir gefällt es sehr gut hier auf dem Land", sagt sie. "Und im nahen Rheindahlen bekomme ich alles, was ich brauche. Da kann ich sogar zu Fuß mit meinen Hunden hingehen." Die große Scheune lässt sie zum Doppelhaus umbauen - "selbstverständlich mit viel Fingerspitzengefühl".

Investorin Melanie Fassbender hat tatsächlich einen Tennisball gefunden. Foto: Inge Schnettler

So viel zum Altbestand. Es soll auch neue Architektur entstehen. Dafür muss zunächst die große Tennishalle verschwinden. "Ich habe einen Interessenten gefunden, der sie gern hier abbauen und für seine Zwecke wieder aufstellen will", sagt Melanie Fassbender. Diese Idee gefällt ihr sehr gut. Auf sechs Parzellen kann dann demnächst ein- oder zweigeschossig gebaut werden. Die Grundstücke sind von 500 bis 1000 Quadratmeter groß, die Wohnfläche darf jeweils bis zu 200 Quadratmetern haben. Die Gärten liegen hinter den Häusern in West-Süd-Richtung. "Ich verkaufe die Grundstücke, die neuen Eigentümer können sie dann individuell bebauen." Von der Straße aus gesehen im linken vorderen Bereich will sie ein Fünf-Parteien-Haus und eines mit drei Wohneinheiten bauen. "Das werden keine seelenlose Klötze, sie werden sich in die Dorfstruktur einpassen."

  • Mönchengladbach
  • Mönchengladbach
  • Mönchengladbach

Und so sieht ihr Zeitplan aus: Bis Oktober möchte sie die Abrissgenehmigungen haben, damit die Halle verschwinden kann. Im Herbst werden einige Bäume gefällt, damit eine Straße zu den hinteren Parzellen geführt werden kann. Zu der Zeit hofft sie, die sechs Grundstücke verkauft zu haben. "2019 wird gebaut und umgebaut", sagt sie. Die entsprechenden Bauanträge werden derzeit von der Architektin Katja Mehring erstellt. "Wir haben so viel vorgeplant, das müsste alles reibungslos vonstattengehen." Melanie Fassbender ist sicher: "2020 sollte das komplette Areal fertig sein."

(isch)
Mehr von RP ONLINE