Mönchengladbach: Neues Café auf dem Zentralbadgelände

Mönchengladbach: Neues Café auf dem Zentralbadgelände

Neun Jahre nach dem Brand des Zentralbads in der Mönchengladbacher Innenstadt tut sich endlich was auf dem Gelände zwischen Lüpertzender und Fliethstraße. Noch in diesem Sommer soll ein Café eröffnen, hinter dem eine dann wieder ordentlich gesäte Wiese und ein kleiner Teich für Innenstadt-Flair sorgen.

Das dürfte wegen des Spielplatzes in unmittelbarer Nachbarschaft gerade auch Familien anziehen. Das Vergnügen ist allerdings zeitlich begrenzt. Das Café ist in einem Container, der schnell wieder abgebaut wird, sobald sich für das 14 500 Quadratmeter große Areal ein Investor findet, der dort einen Komplex baut, in dem Büros und hochwertige Wohnungen Platz haben.

Das dürfte allerdings noch drei bis vier Jahre dauern, wie David Bongartz, Prokurist der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, gestern Abend in der Sitzung der Bezirksvertretung Nord erklärte. Es sei zwar kein Problem, das Gelände "für irgendeine 08/15-Bebauung rasch zu verkaufen", so Bongartz. Das würde der herausragenden Lage am Fuße des Abteibergs aber nicht gerecht.

Und so kommen vorübergehend statt der Bagger die Familien. Nicht zuletzt an die soll sich das Gastronomiekonzept finden. "Wir wollen an der Stelle sicher nicht das wilde Leben aus der Altstadt fortführen", so Bongartz. Gedacht ist in erster Linie an Tagesgastronomie. Entwickelt hat die Idee das Gladbacher Büro Freimeister. Dass sie sich umsetzen lässt, hätten viele Gespräche mit Gastronomen und Sponsoren in den vergangenen Monaten gezeigt, so Bongartz. Mehrere Wirte haben offenbar Interesse bekundet, den Container auf der Bleichwiese zu pachten.

Für die rund 80 000 Euro, die für die Herrichtung des verwilderten Geländes benötigt werden, hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft gute Signale von einigen lokalen Sponsoren. "Wir gehen davon aus, dass am Ende deutlich weniger als 30 000 Euro nötig sein werden, um die Idee umzusetzen", so Bongartz. Damit gewinnt die Innenstadt genau in dem Jahr an Attraktivität, in dem die Stadt besonders viele Gäste erwartet: Wenn noch in diesem Jahr eröffnet wird, habe sich das neue Angebot zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft im kommenden Sommer schon etabliert, hoffen die Initiatoren.

(RP)