Mönchengladbach: Neuer Kindergarten für Giesenkirchen

Mönchengladbach: Neuer Kindergarten für Giesenkirchen

Hinter dem Schulgebäude an der Kleinenbroicher Straße entsteht ein 580 Quadratmeter großer Neubau, der Platz für drei integrative Kindertagesgruppen bieten soll. Auch für die alte Grundschule selbst gibt es neue Pläne.

Noch ist es unvorstellbar, dass auf dem alten Schulgrundstück an der Kleinenbroicher Straße 22 wieder Kinderstimmen zu vernehmen sein sollen. Doch schon Ende April wird mit dem Bau einer neuen, 580 Quadratmeter großen Kindertagesstätte begonnen, in der drei Gruppen und insgesamt 50 Kinder Platz haben werden. Insgesamt 1,1 Millionen Euro investiert die Kreisbau in die neue Kindertagesstätte, die Ende dieses Jahres fertiggestellt sein soll. Mit der Hephata Jugendhilfe steht auch schon ein Mieter fest.

"In Giesenkirchen haben wir noch immer das Problem, zu wenige U3-Betreuungsplätze anbieten zu können", sagt Hermann-Josef Krichel-Mäurer, Bezirksvorsteher Ost. Da kam es gerade recht, dass die integrative Kindertagesstätte der Hephata Jugendhilfe an der Christoffelstraße in Rheydt expandieren und auch U3-Betreuungsplätze anbieten wollte. Doch in Rheydt ließ sich das Vorhaben in dem 1978 von der Evangelischen Kirchengemeinde erbauten Kindergarten nicht realisieren. Ein Neubau kam auch nicht infrage, da Rheydt im Bereich der U3-Betreuung bereits eine Deckung von 116 Prozent vorweist. Als die Anfrage aus Giesenkirchen kam, zögerten die Verantwortlichen bei der Evangelischen Stiftung Hephata nicht lange und entschlossen sich dazu, an der Kleinenbroicher Straße 22 zu expandieren.

Zwei Gruppen mit jeweils 15 Kindern, von denen fünf einen integrativen Platz belegen, ziehen mit um. Eine dritte Gruppe, die Raum für weitere 20 Kinder bietet, soll zusätzlich im Neubau geschaffen werden. Mit Architekt Norbert Jakobs hat die Kreisbau einen erfahrenen Mann an der Seite, der unter anderem schon für das Grundstück an der Kamphausener Straße in Odenkirchen eine neue Kindertagesstätte entworfen hat.

Dennoch gleicht kein Bau dem anderen. So hat Jakobs für die Kleinenbroicher Straße eine pavillonartige Anlage geplant, die nach Süden ausgerichtet wird und viel Licht in die Kita-Gruppen bringen wird. Wie schon an der Kamphausener Straße galt es auch diesmal, eine bauliche Schwierigkeit zu überwinden. Denn auf dem alten Schulgrundstück befindet sich eine fast 100 Jahre alte Eiche, die erhalten werden sollte. Und so plante Architekt Norbert Jakobs die Kita einfach um den alten Baum herum. "Herzstück der Anlage wird das großzügige Foyer sein, das für größere Aktionen auch geöffnet werden kann", sagt Jakobs. Bodentiefe Fenster lassen viel Licht in die Gruppenräume und gewähren den freien Blick ins Grüne. "So haben die Kinder auch im Winter etwas von der Natur vor ihrer Tür", betont der Architekt. Und auch für das alte Grundschulgebäude, das unter Denkmalschutz steht, gibt es bereits Pläne. Auf einer Fläche von 800 Quadratmetern, die sich auf drei Etagen erstrecken, sollen moderne Wohnungen entstehen. Eine davon soll der Kindertagesstätte, dem auch ein Familienzentrum angeschlossen ist, zur Verfügung gestellt werden.

Bevor Architekt Norbert Jakobs in dem denkmalgeschützten Haus aktiv werden kann, muss die Stadt der Umwidmung von Schulfläche in Wohnraum erst zustimmen.

(RP)
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