Nachtwallfahrt in Mönchengladbach: 600 Pilger zogen nach Hehn

Wallfahrt in Mönchengladbach : 600 Pilger bei Nachtwallfahrt

Unter dem Motto „Verzeih mir“ zogen Hunderte Pilger und Pilgerinnen zum Marienheiligtum in Hehn. Es war die 37. Wallfahrt der Schützenbruderschaften.

Schnee, Regen und auch Hagel – die Nachtwallfahrt der Schützenbruderschaften hat schon jede Wetterkapriole erlebt. Doch am Samstag, zur 37. Wallfahrt, strahlte die Sonne vom Himmel und zudem war es Dank der Sommerzeit auch noch hell genug, auch fürs obligatorische Foto vor der Pfarrkirche St. Hermann Josef in Speick. Dort traf sich die Hauptgruppe um Bezirkskönig Walter Dunkel, dem Träger des Friedenskreuzes. Mit auf den Weg machten sich die ehemalige Oberbürgermeisterin Monika Bartsch, Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, der Landtagsabgeordnete Frank Boss und der SPD-Fraktionsvorsitzende Felix Heinrichs.

Einige hundert Pilgerinnen und Pilger schickte Pfarrer Wilhelm Pötter auf die Wallfahrt, die unter dem Motto „Verzeih mir!“ stand, zum Marienheiligtum in Hehn. Auch aus den Außenbezirken zogen zeitgleich Gruppen direkt nach Hehn, wo sich vor Messbeginn etwa 600 Pilger vor der Wallfahrtskirche versammelten. Allein für die St. Josef Bruderschaft Venn meldete Ehrenpräsident Ulrich Willekes 80 Pilger.

Natürlich war die Wallfahrtskirche voll besetzt, als Bezirkspräses Johannes van der Vorst und seine Mit-Zelebranten Manfred Riethdorf und Michael Schicks zum Altar zogen. Die Begrüßung durch Bezirksbundesmeister Horst Thoren begann mit den Fragen: „Haben Sie heute schon was falsch gemacht? Hatten Sie Grund sich zu entschuldigen?“ Er ging so auf das Leitmotiv „Verzeih mir!“ ein und damit auf die kleinen und großen Verfehlungen der Menschen. Klären solle dann jeder für sich die Fragen „Warum habe ich das getan?“ und „Wie kann ich das wieder gutmachen?“

Johannes van der Vorst predigte zum Jesuswort „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.“ Er machte deutlich, dass der, der in sich geht und ernsthaft bereut, auf Gottes Vergebung hoffen darf. „Und wenn Gott vergibt“, so der Präses, „müssen wir es auch tun.“

Nach dem Schlusssegen gab es noch etwas zu feiern. Vielstimmig sangen Pilgerinnen und Pilger „Zum Geburtstag viel Glück“ für Pfarrer Manfred Riethdorf, der am 2. April 75 Jahre alt geworden war. Horst Thoren feierte den Geistlichen als „treuen und seelsorgerischen Wegbegleiter, herzensguten Freund und Ratgeber.“

Kaltgetränke und Häppchen, auch zum Geburtstag, gab es zum Abschluss der diesjährigen Nachtwallfahrt durch die Hehner St. Michaels-Bruderschaft und vor dem Schlusssegen an den Grotten und der anschließenden Rückreise der Pilger.

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