Mönchengladbach: Mutmaßlicher Brandstifter steht vor Gericht

Mönchengladbach : Mutmaßlicher Brandstifter steht vor Gericht

Wachtmeister brachten den 34-jährigen Beschuldigten gestern in den Gerichtssaal. Im Sicherungsverfahren wird dem Mönchengladbacher Brandstiftung im Zustand der Schuldunfähigkeit vorgeworfen. Am 27. Oktober 2016 soll der Mieter einer Dachgeschosswohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Wilhelm-Strauß-Straße mehrere Matratzen angezündet haben, nachdem der an einer schizophrenen Psychose leidende Mann seine Medikamente nicht genommen hatte.

Mit seinem Betreuer hatte es wohl zur Tatzeit Probleme gegeben. Der Beschuldigte konnte dazu gestern nichts sagen, weil er sich nicht erinnern kann und den Brand nur mit viel Glück überlebt hat. Sachverständige stellten später einen Brandschaden in Höhe von 38.964 Euro fest. Auf der Dachdeckerrechnung stehen 4551 Euro. Die ausgebrannte Wohnung ist seitdem unbewohnbar.

Zum Lebenslauf hatte der 34-Jährige bereitwillig ausgesagt. Er hatte drei Jahre in einer Gladbacher Behinderteneinrichtung verbracht und war später im betreuten Wohnen mit Hilfestellung untergekommen.

Eine Schreinerin und deren Chef hatten an dem Brandtag in der Nachbarwohnung des Brandstifters Renovierungsarbeiten durchgeführt. In ihrer Zeugenaussage berichteten sie gestern, wie plötzlich vor ihren Fenstern dicker Qualm aufgetaucht sei. Sie hatten sich sofort zu der Nachbarwohnung begeben und dabei beobachtet, wie der Nachbar aus der Wohnung getragen und zum Krankenhaus gebracht wurde.

Das Sicherungsverfahren vor der 1. Strafkammer des Mönchengladbacher Landgerichts wird am 21. Juni 2017 fortgesetzt.

(RP)