Mönchengladbach: Müll ist teuer in Gladbach

Mönchengladbach : Müll ist teuer in Gladbach

Jede Stadt hat ihr eigenes System, die Müllgebühren zu berechnen, jede hat eigene Tonnengrößen. Ein vorsichtiger Vergleich zeigt: Mönchengladbacher Müll kostet mehr Geld als Krefelder.

Wer in einer Stadt lebt, produziert Abfall — und der muss nicht nur gesammelt und weggeschafft, sondern auch bezahlt werden. Verglichen werden Müllgebühren häufig — auch vom Bund der Steuerzahler. Wegen verschiedener Bedingungen ist das jedoch nicht einfach.

Gebühren

Mönchengladbach Die 35-Liter-Tonne, das Standardgefäß in Gladbach, kostet bei wöchentlicher Leerung 235,88 Euro jährlich — in diesem Betrag ist die Biotonne enthalten. Wer keine Biotonne braucht, weil er selbst kompostiert, zahlt für die Tonne 178,35 Euro. Die 25-Liter-Tonne kostet 168,49 Euro, die mit einem Fassungsvermögen von 50 Litern 336,98 Euro. In Mönchengladbach ist die Abfuhr von Sperrmüll und Weihnachtsbäumen in den Müllgebühren enthalten.

Krefeld Die Jahres-Abfallgebühren in Krefeld liegen zwischen 110 Euro (60-Liter-Tonne) und 2479 Euro (1100-Liter-Tonne). Standard für eine vierköpfige Familie ist die 120-Liter-Tonne. Sie wird alle 14 Tage gelehrt und kostet 195,50 Euro jährlich — unter der Bedingung, dass der Nutzer die Tonne selbst bereitstellt. Übernimmt das das Abfallunternehmen, kostet die Abholung 229,25 Euro jährlich. Tonnen für Papier, Bioabfälle und Leichtstoffverpackungen sind enthalten.

Abfallgefäße

Mönchengladbach In Gladbach gibt es graue Tonnen für den Restmüll, gelbe Säcke für Plastikabfall und Verpackungen sowie Papier- und Biotonnen. "Das Standardgefäß hat 35 Liter, 74 002 dieser Tonnen sind im Einsatz", sagt Stadtsprecher Dirk Rütten. Für Kleinhaushalte gibt es die 25-Liter-Tonne, für große Haushalte auch das 50-Liter-Gefäß. Der Biomüll wird in 120 und 240 Liter großen Gefäßen gesammelt, Glascontainer gibt es an vielen Orten in der Stadt.

Krefeld In Krefeld gibt es rote oder graue Tonnen für Restabfälle, Tonnen oder Säcke für Plastik und Verpackungsmaterial und Biotonnen. Die Krefelder Tonnen haben ein Volumen von 60 bis 1100 Litern. Größe und Form der Abholung richtet sich nach der Größe des Haushaltes und der Straße. Glascontainer stehen in allen Stadtteilen zur Verfügung.

Abfuhrzeiten

Mönchengladbach Mönchengladbach ist in verschiedene Abfallbezirke für die Abfallarten aufgeteilt. Wöchentlich wird der Restmüll abgeholt, die Biotonne ebenso (außer im Winter). Papier und gelber Sack werden 14-tägig im Wechsel eingesammelt.

Krefeld Die Abholzeiten sind unterschiedlich und richten sich nach Art und Größe der Tonne. Meist werden sie alle zwei Wochen geleert, Papier alle vier Wochen. Beim Benutzertransport müssen die Tonnen bis 7 Uhr am Fahrbandrand aufgestellt werden, der Mannschaftstransport holt sich die Tonnen.

Müllmenge

Mönchengladbach 184 Kilogramm Hausmüll hat jeder Mönchengladbacher im vergangenen Jahr erzeugt, hinzu kamen 281,5 Kilogramm Wertstoffe (Glas, Papier, Bio- und Grünabfälle).

Krefeld Durchschnittlich 270 Kilogramm Müll hat jeder Krefelder in 2007 produziert. Das Gesamtabfallaufkommen hat gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Prozent zugenommen, die Hausabfälle sind um 330 Tonnen gesunken.

Verwertung

Mönchengladbach Entsorgt wird der Müll in der Krefelder Müllverbrennungsanlage. Papiermüll bringt die GEM zum Recycling zu verschiedenen Papierfabriken in der Region. Mülldeponien unterhält die Stadt Mönchengladbach nicht mehr

Krefeld 2007 wurden in Krefeld 92 390 Tonnen Müll verbrannt, 128 120 Tonnen verwertet und 27 050 Tonnen deponiert. Die Müll-Verwertungsquote liegt bei 52 Prozent.

(RP)