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Mönchengladbach: Moscheekauf: EZP erwartet Geld zurück

Mönchengladbach : Moscheekauf: EZP erwartet Geld zurück

Sven Lau, Vorsitzender des Vereins "Einladung zum Paradies" (EZP), hat unserer Zeitung gestern überraschend mitgeteilt, dass die Vereinsauflösung nun doch "nicht vollzogen wird".

Dies werde erst geschehen, wenn der jetzige Eigentümer des Grundstücks an der Eickender Straße, auf dem sich die Moschee befindet, seine Genehmigung für den Einzelhandel bekommt. Auf die Frage, warum in zwei verschiedenen Internetbotschaften die Auflösung von EZP bereits verkündet wurde, sagte der zweite Vorsitzende Efstathios Tsiounis, dies sei "oberflächlich dahingesagt" worden.

Tatsache ist: EZP erwartet eine Rückerstattung des Geldes, das bereits für den Ankauf des Grundstückes mit der Moschee in Eicken gezahlt wurde. Über 180.000 Euro hatte der Verein seinerzeit an Spenden für den Moscheeumbau gesammelt. So war es auf jeden Fall auf der Homepage verkündet worden. Ob dieser Betrag komplett an den Eigentümer ging, wollte Tsiounis gestern nicht bestätigen, nur, dass man eine Rückerstattung erwarte. Deshalb werde man sich noch nicht auflösen und die Fläche auch nicht verlassen, erklärte Lau gestern. "So eine Auflösung ist ein langer Prozess", sagte Tsiounis.

Die Bürgerinitiative in Eicken will sich am Freitag noch einmal zur Mahnwache an der Eickener Straße treffen. Dort hatten sich die Anhänger von EZP jede Woche zum Gebet getroffen. Vergangenen Freitag hatte Lau seinen Anhängern noch erklärt, dies sei das letzte Treffen zum Gebet auf dem Gelände.

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Laut einem unserer Zeitung vorliegenden Bericht des Bundesnachrichtendienstes (BND) soll EZP nach der Razzia im Dezember aus Furcht vor einem Verbot erwogen haben, seinen Hauptsitz nach Bosnien zu verlegen. Auch auf die Beziehung von EZP zu Prediger Pierre Vogel geht der Bericht ein. So heißt es, bei der vermeintlichen Trennung der beiden Parteien könne es sich "nur um eine vorgetäuschte Aktion gehandelt haben". Allerdings wird auch ein Treffen am 1. Februar 2011 erwähnt, bei dem der Beschluss gefasst worden sein soll, die Kooperation mit Vogel zu beenden. Grund: "Der um ihn betriebene Personenkult wäre für die weitere Missionierungsarbeit der EZP abträglich."

(RP)