Mönchengladbacher Gymnasiasten Shoah-Arbeit ausgezeichnet.

Wanderausstellung : Gesamtschüler aus Mülfort für Arbeit zur Shoah ausgezeichnet

„We, the six million" ist der Titel einer Wanderausstellung, die an Biografien jüdischer Menschen aus dem Rheinland zeigt, wie sie Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft geworden sind. Schüler der Gesamtschule Rheydt-Mülfort hatten sich ebenfalls damit auseinandergesetzt und erhielten dafür einen Preis.

Die Ausgrenzung, Stigmatisierung, Vertreibung und Ermordung von sechs Millionen Juden während des Zweiten Weltkriegs – diese Verbrechen der Nationalsozialisten thematisiert „We, the six million“, eine Wanderausstellung, die vom Institut für Katholische Theologie als Teil der Philosophischen Fakultät der RWTH Aachen konzipiert wurde. Anhand einzelner Biografien jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus dem westlichen Rheinland zeigt sie eindrucksvoll, wie Menschen Opfer eines totalitären Regimes wurden. Erinnert wird an diejenigen, die in den Todeslagern der Nazis ihr Leben ließen oder an Menschen, denen es gelang, Deutschland zu verlassen und in England, Palästina, Nord- und Südamerika ein neues Leben zu beginnen.

Die interaktive Ausstellung machte jetzt in Mönchengladbach Station. Insgesamt zehn Schulen aus der Region präsentierten in der Schau ergänzend ihre eigenen Beiträge, die in der Auseinandersetzung mit dem Thema entstanden sind. Sechs Teilnehmer wurden für ihre besonderen Beiträge durch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, Sabine Verheyen (Mitglied des Europaparlaments) und Professor Reinhold Breil von der RWTH-Aachen ausgezeichnet. Aus Mönchengladbach erhielt die Gesamtschule Rheydt-Mülfort den Preis.

Für herausragende Gedenk- und Erinnerungsarbeit in Geilenkirchen wurde zudem Karl Heinz Nieren ausgezeichnet. Laudator war Steven Cole, der mit seinen beiden Söhnen aus Amerika angereist war. Cole ist der Sohn von Ilse Dahl, die im Jahr 1938 aus Geilenkirchen vor dem nationalsozialistischen Terror in die USA geflohen war.

(RP)