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Mönchengladbacher gewinnen zweite Folge der Show „Das Ding des Jahres“

Erfinder bei TV-Show : Gladbacher ziehen ins Finale von „Das Ding des Jahres“ ein

Ihr Fahrradschlauch überzeugte Jury und Publikum.

Sie haben es geschafft: Dana Fischer und Gabriel Petrovan ziehen mit ihrem Fahrradschlauch „Gaadi“ in das Finale der TV-Show „Das Ding des Jahres“ ein. „Wir sind aufgeregt und gespannt, wie es weiter geht“, sagt Fischer. Vor allem Moderator Joko Winterscheidt, der Teil der Jury ist, zeigte sich begeistert: „Das ist einfach supersimpel und für einen Idioten wie mich, der das nicht könnte, idiotensicher.“ Auch das Publikum war der gleichen Ansicht und kürte die Tüftler zu den Siegern der Folge. Am 26. März werden die Gewinner der fünf Folgen im Live-Finale noch einmal gegeneinander antreten.

Das Besondere am „Gaadi“­Schlauch ist, dass er nicht kreisrund und geschlossen ist, sondern die Form einer Wurst hat. So kann der Schlauch einfacher in einen Reifen eingeführt werden – ohne dabei das komplette Hinterrad demontieren zu müssen. Ein Schlauchwechsel soll so schneller, sauberer und mit weniger Werkzeugbedarf möglich werden.

Die Idee des Fahrradschlauches mit zwei Enden haben die Mönchengladbacher 2004 beim europäischen Patentamt angemeldet und fünf Jahre darauf erteilt bekommen. 2013 kam dann der erste „Gaadi“ auf den Markt. Ein Jahr später haben sie sich auch das Weltpatent auf den Schlauch sichern lassen.

Und trotzdem hat ein anderes Unternehmen einen ähnlichen Schlauch auf den Markt gebracht. Fischer erinnert sich noch gut an die Patentnichtigkeitsklage und den Prozess vor Gericht: „Das war wie bei David gegen Goliath.“ Über drei Jahre standen sie gegen die „Inter-Union“ – ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn – vor Gericht. Schließlich haben sich beide Parteien geeinigt: „Das andere Unternehmen hat den Schlauch vom Markt genommen.“

Weil der jahrelange Gerichtsprozess kostenintensiv und mühsam war, bedeutet den Erfindern der Auftritt in der TV-Show viel. „Wir wollen das alles hinter uns lassen“, sagt Fischer.

Inzwischen stellen die Erfinder die neue Generation ihres Schlauches in Mönchengladbach selbst her. Diese verspricht eine universelle Form – soll sich somit an nahezu jede Reifengröße anpassen. Außerdem birgt der Schlauch eine soziale Komponente, denn vier Mitarbeiter mit Behinderung sollen in der Produktion mitarbeiten.