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Mönchengladbacher fährt 1339 Kilometer mit dem Rad für einen guten Zweck.

Mönchengladbacher sammelt Spenden auf seiner Tour : 1339 Kilometer mit dem Rad von Hamburg nach Dänemark

Stefan Mörkels, Vorstandmitglied des ADFC Mönchengladbach, sammelt während der Tour Spendengelder für den Verein Achtsam.

Die Transcimbrica – das ist die Radtour für all jene, denen gutes Wetter zu einfach ist. Berichte der 2019er Tour beginnen unter anderem mit „Dienstag: Wind, mehr Wind, Regen, mehr Regen...“. Und bei genau dieser Tour fährt nun Stefan W. Mörkels mit. Er ist Vorstandsmitglied des Mönchengladbacher Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und leidenschaftlicher Radfahrer.

Auf insgesamt 1339 Kilometern geht es für ihn seit Samstagnacht, 0.01 Uhr, von Hamburg nach Skagen (Dänemark) und zurück. Mörkels fährt aber nicht aus reinem Eigennutz, mit der Tour sammelt er Spenden für den Mönchengladbacher Verein Achtsam, der sich für Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung einsetzt.

Auf der Internetseite https://spotwalla.com/locationViewer.php?id=759 kann die ganze Welt den Fortschritt der Fahrer verfolgen. Auch den von Mörkels, der mit dem Kürzel SWM angezeigt wird. Das Zwischenziel der 71 angemeldeten Fahrer liegt am nördlichsten Zipfel Dänemarks, in Skagen. „Ich will die Strecke in acht Tagen fahren. Ich rechne mit ungefähr 200 bis 250 Kilometer pro Tag“, sagt Mörkels wenige Stunden vor dem Start in Rheydt. Die Transcimbrica zeichne sich vor allem dadurch aus, dass es die erste noch winterliche Fahrt sei. Einen Wettbewerbsgedanken gebe es bei der Fahrt nicht. „Nein, das ist eine individuelle Langstreckenfahrt. Jeder fährt für sich, das ist kein Rennen“, betont Mörkels.

Sein Fahrrad ist mit allem bestückt, was er auf der Fahrt gebrauchen kann: ein Campingkocher, falls er sich eine Dose warm machen will, einen Extrasatz Klamotten, Werkzeug, falls eine Reparatur nötig ist. Und einen ersten Vorrat an Essen. „Wir starten am Samstag um 0.01 Uhr, da hat relativ wenig offen. Wenn einem da zwischendurch die Energie ausgeht, das ist dann doof. Dafür habe ich die Sachen dabei“, sagt er. Geschlafen wird übrigens in Holzhütten, die am Wegesrand stehen. „Das ist der Vorteil in Dänemark. Übertrieben gesagt haben sie alle fünf Kilometer eine Hütte am Rand, in die man sich reinlegen kann.“

Schon vor dem Start hat Mörkels rund 250 Euro gesammelt. Seine Firma, die Sage Foundation, wird die Spendensumme bis 1500 Euro am Ende der Tour verdoppeln. „Ich hoffe, dass der ein oder andere sagt: Okay, das ist für einen guten Zweck“, sagt Mörkels. Die komplette Tour und das Equipment zahle er aus eigener Tasche, die eingenommenen Spenden gehen zu 100 Prozent an den Verein Achtsam. „Der Verein Achtsam e.V. hat einen behindertengerechten Garten gebaut, jetzt bauen sie gerade das Badezimmer um. Da wird jeder Euro benötigt“, betont Mörkels.

Info Mehr zu Stefan Mörkels Tour und zu der Spendenaktion gibt es auf seinem Tourblog unter meinbikemeinecouch.de