Fit für 10 : Läufer in den roten Trikots starten durch

Viele Läufer waren zum ersten Mal mit einer Startnummer unterwegs. Entsprechend stolz und motiviert gingen sie an den Start.

Am Wochenende wurde im Borussia-Park wieder für den guten Zweck gelaufen. Der Lions Club Mönchengladbach veranstaltete zum zwölften Mal seinen Lions-Lauf, mit dem traditionell Projekte für hilfsbedürftige Kinder unterstützt werden.

Als Läufer mit dabei und auch von weitem wirklich nicht zu übersehen war die Laufgruppe „Fit für 10“. Rund 60 Teilnehmer in roten T-Shirts hatten sich neben dem Startpunkt des Benefizlaufes versammelt und konnten es kaum erwarten, dass es los ging. Clarissa Knops (46) ist Teinehmerin der Laufgruppe und freute sich auf den Benefiz-Lauf. „Für viele von uns ist es das erste Mal, dass wir eine Startnummer bekommen“, erzählte sie stolz und zeigte auf den weißen, großen Zettel mit ihrer Startnummer darauf, der an ihrer Kleidung angebracht war. „Das ist natürlich viel offizieller, als wenn man einfach nur bei unserem Lauftreff mitmacht.“ Drei Mal in der Woche trainiert sie ihre Ausdauer bei diesen Lauftreffs und fühlte sich fit genug für die Teilnahme an dem Lions-Lauf.

Am frühen Morgen startete der Lions-Benefizlauf im Borussenpark. Dabei war auch eine große Gruppe von „Fit für 10“. Foto: Reichartz,Hans-Peter (hpr)

Auch Norbert Bollesen (57) startete beim Benefizlauf, und er machte einen sehr souveränen Eindruck. Auch er war zum ersten Mal mit einer eigenen Startnummer dabei. „Durch die permanenten Lauftreffs sind wir alle bestens vorbereitet“, sagte er voller Überzeugung. „Ich finde es gut und wichtig, dass wir uns auf diese Weise für einen guten Zweck engagieren können.“ Die Läufer zahlten am Start eine Spende von fünf Euro. Auf diese Weise unterstützen sie die Jugendhilfe „Via Nobis“ im Schloss Dilborn und die „Röhl-Vintana-Stiftung“, die in Madagaskar tätig ist.

Jörn Riewe (75) ist Mit-Organisator des „Fit für 10“-Projekts, der Gemeinschaftsaktion von Rheinischer Post, NEW und Stadtsparkasse. Er übernimmt die Betreuung der Läufer. Seit März trainiert die Gruppe mehrmals in der Woche, und die Läufer verfolgen damit ein großes Ziel. „Wir möchten es schaffen, im September an einem Zehn-Kilometer-Lauf teilzunehmen. Heute testen wir zum zweiten Mal, wie es für uns ist, eine Strecke dieser Länge zu laufen.“ Das Besondere für Riewe war an diesem Tag aber nicht nur der Anlass des Benezfiz-Laufs. „Für uns als Läufer ist es sehr interessant, dass wir nicht nur mit Läufern aus unseren eigenen Lauftreffs laufen, sondern hier auf fremde Sportler treffen.“

Dieser Umstand löste bei dem erfahrenen Läufer jedoch keinerlei Rivalitätsgefühle aus. „Wir laufen in Tempogruppen, daher gibt es bei uns gar keinen Wettkampf.“ Es gibt Gruppen, die in unterschiedlichen Geschwindigkeiten laufen. So kann jeder in einem Tempo laufen, das zu seinem derzeitigen Trainingsstand passt und bei dem er sich wohlfühlt. „Unsere Läufer laufen einen Kilometer in sechs bis zehn Minuten. Dementsprechend gibt es dann Tempogruppen, bei denen sich Läufer mit ähnlicher Geschwindigkeit zusammenschließen können“ Die Läufer werden dabei von insgesamt 20 erfahrenen Betreuern unterstützt.

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