Berggartenfest in Mönchengladbach : Besucherrekord beim Berggartenfest

Bei herrlichem Sommerwetter ließen sich die Gäste von der Musik und am Kuchenbuffet verwöhnen.

Schöner kann es nicht sein: Ein strahlend blauer Himmel wölbt sich über dem Berggarten zwischen Musikschule und VHS, mit dem Jugendpopchor Wild &Free präsentieren sich ganz junge Sänger auf der großen Außenbühne, die Zuschauer stehen mit kühlen Getränken in der Hand direkt davor oder sitzen im Schatten der alten Bäume und genießen Musik, Sommer und die entspannte Stimmung – karibisches Feeling am Niederrhein. Christian Malescov, der Leiter der Musikschule, ist mehr als zufrieden. „Vor der Bühne ist es immer schwarz vor Menschen. Wenn es so weiter geht, wird es ein Besucherrekord.“ Was ja auch kein Wunder ist, denn neben der ganzen mitreißenden Bandbreite der Musik, die hier präsentiert wird, kann man auch noch von einem überwältigenden Kuchenbüffet profitieren in der „schönsten Cafeteria der Stadt“, wie es Malescov ausdrückt.

Bereits am Morgen hatten die Kinder der Musikalischen Früherziehung tanzend und auch zusammen mit ihren Eltern ihr Rhythmusgefühl zeigen können. „Ein toller Auftakt“, findet Malescov. Es ist ein bunt gemischtes Publikum, das sich zum Berggartenfest eingefunden hat: viele Familien mit kleineren und größeren Kindern, Jugendliche mit und ohne Instrument, ältere Menschen. Eine Clownin ist in der Menge unterwegs und bringt die Kinder zum Strahlen. Während sich auf der Außenbühne Pop, Jazz oder Blues mit griechischen Tänzen oder dem großen Kinderchor Jekiss abwechseln, sind im Carl-Orff-Saal die jüngsten Streicher an der Reihe. Das Streichorchester „Violis“ durfte in der vergangenen Spielzeit mit den Niederrheinischen Sinfonikern auftreten – eine große Ehre und eine ganz besondere Erfahrung für die jungen Musiker, für die sie jetzt unter dem Applaus der Zuhörer jeweils eine Urkunde erhalten. Dann dürfen sie noch Kostproben ihres Könnens zeigen. Unter anderem zupfen und streichen sie eine japanisch inspirierte Melodie. Das Publikum ist begeistert.

Im Grünen erklingt in der Zwischenzeit sommerlich-entspannter Jazz. Die Zuhörer wissen es zu schätzen. „Ich höre mir immer gern an, was der Nachwuchs macht“, sagt Manna Meurer, Gitarrist von „Hier geht was“ und musikalisches Urgestein Mönchengladbachs. „Sehr beeindruckend, das Niveau ist wirklich hoch.“ Außerdem kommt er natürlich gern, um Kollegen, Freunde und Musikbegeisterte zu treffen und sich auszutauschen. Aber nicht nur Musiker nutzen das vielseitige Angebot. „ich spiele kein Instrument, aber ich finde die ganze Stimmung hier toll“, sagt Frank Pascher.

Wer nach heißen Rhythmen im Freien oder klassischen Klängen im Carl-Orff-Saal selbst aktiv werden möchte, kann sich in den Räumen der VHS im Cajon-Workshop erproben. Cajon, zu deutsch die Kistentrommel, ist ein Instrument aus dem lateinamerikanischen Raum. Martin Hesselbach führt die Teilnehmer in die Kunst des Kistentrommelns ein. Erst langsam, dann immer schneller, einzeln und in Gruppen, klopfen, schlagen oder tippen die Teilnehmer auf die Cajones. Der Rhythmus reißt mit – der Niederrhein klingt schon ganz nach Kuba oder Peru. Auch hier spielt das Alter der Teilnehmer keine Rolle: Die Kinder bekommen den Rhythmus genauso gut hin wie die Älteren. Vielleicht sogar besser. Beim großen Trommelfinale lassen die Workshop-Teilnehmer die alten Mauern der VHS erbeben. In den anderen Räumen des Volkshochschulgebäudes gibt es Entspannungsangebote zum Auftanken, Sprachspiele in Englisch, Französisch oder Spanisch, oder es können Traumfänger gebastelt werden.

Der letzte Programmpunkt des Tages stellt noch mal einen besonderen Höhepunkt dar: Das renommierte Jugendblasorchester hat seinen großen Auftritt, dem auch die Schüler ihre Zertifikate erhalten, die ihre Kurse beenden