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Mönchengladbach: Wie es mit dem Hausfrauenbund zu Ende ging

Serie Was macht eigentlich? : Schluss, weil sich keine Nachfolger fanden

Mehr als 200 Mitglieder hatte der Hausfrauenbund Mönchengladbach zu seiner besten Zeit. Knapp 100 waren es am Ende.

Margret Mühlen hatte 1991 eine Bedingung gestellt, als man ihr das Amt der Vorsitzenden antrug. „Ich mache das, aber nicht, wenn es nur um Hausfrauen-Themen geht.“ Das Ehrenamt hat enorm viel Arbeit gemacht, aber auch Freude gebracht und Anerkennung. Und das Wissen, die „Hausfrauenbewegung“ Mönchengladbachs ein Stückchen weitergebracht zu haben. Die vielen geselligen Veranstaltungen, Feiern, Theater-, Konzert- und Kabarettbesuche, Wandergruppen, Kegelclubs und auch ein „Chörchen“ gehörten dazu – sie waren ja schließlich kein „Hausfrauen-Thema“.

Voraussetzung für den Erfolg war auch die gut funktionierende Teamarbeit im Vorstand. Ende 2014 haben Margret Mühlen und ihre Mitstreiterinnen Helga Alt, Ursula Berner und Mariengret Reiser dann aber doch aufgegeben. Es wäre an der Zeit gewesen, das Amt in jüngere Hände zu übergeben: „Doch so sehr wir uns auch bemüht haben, es hat sich leider niemand gefunden, der das Ehrenamt übernehmen wollte. Ohne das Verständnis und die Unterstützung unserer Familien hätten wir es auch niemals geschafft. So haben wir den Verein beim Amtsgericht abgemeldet und das verbliebene Vermögen, einen vierstelligen Betrag, der Ökumenischen Jugendhilfe Eicken gespendet.“

Mehr als 200 Mitglieder hatte der Hausfrauenbund Mönchengladbach zu seiner besten Zeit. Knapp 100 waren es am Ende. Und bis heute treffen sich an jedem zweiten Mittwoch im Monat einige ehemalige Mitglieder im Dorint-Hotel zu einem „lockeren Kaffeetrinken“ – bei dem es nicht nur um Hausfrauen-Themen geht ...