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Mönchengladbach: Wie der LVR mit Geld Menschen mit Behinderung im Job fördert

Arbeitsplätze in Mönchengladbach : 790.000 Euro für Inklusion im Job

Der LVR fördert Arbeitsplätze für Menschen mit Schwerbehinderung und gibt den Betrieben dafür Geld, etwa für barrierefreie Umbauten. Der Verband treibt aber auch Geld ein bei Betrieben, die auf Behinderte verzichten.

Die Zahl der Menschen mit Behinderung steigt seit Jahren, und damit auch die der behinderten Menschen im Arbeitsleben. Im Jahr 2019 haben das Inklusionsamt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und die rheinischen Fachstellen für behinderte Menschen im Arbeitsleben Arbeitgeber in Mönchengladbach in 295 Fällen mit mehr als 790.000 Euro zur Beschäftigung schwerbehinderter und gleichgestellter Menschen unterstützt. Das teilte der LVR jetzt mit. 2018 waren es 820.000 Euro in 152 Fällen gewesen.

Von den Mitteln wurden neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen sowie Räume und Arbeitsplätze behinderungsgerecht gestaltet. Professorin Angela Faber, LVR-Dezernentin Schulen, Inklusionsamt, Soziale Entschädigung, sagt: „Die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie die Sicherung wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze für Menschen mit einer Schwerbehinderung sind das oberste Ziel. Viele Menschen mit einer Schwerbehinderung verfügen über Qualifikationen, von denen Arbeitgeber profitieren.“

In 2018 waren im Arbeitsagenturbezirk Mönchengladbach 9.160 Arbeitsplätze mit schwerbehinderten und gleichgestellten Menschen besetzt. Die Arbeitgeber erreichten eine durchschnittliche Beschäftigungsquote von 5,1 Prozent (Rheinland: 5,4 Prozent), die damit über dem gesetzlich vorgeschriebenen Wert von fünf Prozent liegt.

Betriebe mit mehr als 20 Arbeitsplätzen sind dazu verpflichtet, davon mindestens fünf Prozent mit Menschen mit einer Schwerbehinderung zu besetzen. Wenn nicht, wird eine Ausgleichsabgabe fällig, die das LVR-Inklusionsamt erhebt. Damit werden dann Betriebe gefördert, die Mitarbeiter mit Behinderung beschäftigen. Ein besonderes Instrument dazu ist die Förderung von Inklusionsbetrieben, die auf 30 bis 50 Prozent der Arbeitsplätze Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf beschäftigen. Ende 2020 gab es in Mönchengladbach acht anerkannte Inklusionsbetriebe mit 398 Arbeitsplätzen, davon 214 für Menschen mit einer Schwerbehinderung.

(RP)