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Mönchengladbach: Weniger Tote durch Schlaganfall - das sind Symptome

Gesundheit in Mönchengladbach : Weniger Tote durch Schlaganfälle

2019 starben in Mönchengladbach 179 Menschen an einem Schlaganfall. Im Zehn-Jahres-Vergleich ist der Wert damit leicht geringer geworden. Worauf es bei Symptomen ankommt.

Die Zahl der Todesfälle durch Schlaganfall ist in der Stadt gesunken, allerdings nur leicht. Das geht aus einer Statistik des Landesamtes it.NRW hervor. Demnach starben im Jahr 2019 insgesamt 179 Patienten durch einen Schlaganfall. 2018 waren es 184 gewesen – genau so viele wie im Jahr 2009. Landesweit ist der Rückgang an Todesfällen nach einem Schlaganfall deutlicher gesunken im Zehn-Jahresvergleich.

In der jüngsten Patientengruppe unter 50 Jahre verzeichnete die Statistik 2019 zwei Todesfälle. Dieser Wert steigt mit zunehmendem Alter. Bei den 75- bis 80-Jährigen waren es 20 Todesfälle, bei den 80- bis 85-Jährigen 41 Tote und bei den Patienten über 85 Jahre starben 79 Patienten an den Folgen eines Schlaganfalls. „Fast 90 Prozent der Betroffenen waren zum Zeitpunkt des Schlaganfalls 70 Jahre oder älter“, sagt Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK classic. Ausgelöst wird ein Schlaganfall, wenn Blutgefäße verstopft sind oder platzen. Es entsteht ein plötzlicher Sauerstoffmangel, der die Hirnfunktion und damit die Steuerung des Körpers stark beeinträchtigt. Symptome sind Sprach- und Sprechstörungen, Sehstörungen mit Erblindung eines Auges, ein herabhängender Mundwinkel, halbseitige Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühle einer Körperseite.

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Bei einem Schlaganfall ist es besonders wichtig, so schnell wie möglich Hilfe zu holen. Denn: „Für die Behandlung hat man maximal viereinhalb Stunden nach Auftreten der Symptome Zeit und schon nach drei Minuten ohne Sauerstoff beginnen die empfindlichen Nervenzellen abzusterben“, sagt Lobscheid. „Darum ist es besonders wichtig, bei Anzeichen für einen Schlaganfall so schnell wie möglich den Notruf 112 zu wählen.“ Durch die Corona-Pandemie hätten aber viele Menschen aus Angst und den Weg ins Krankenhaus gescheut, Lobscheid. So sank in der ersten Welle laut einer Studie der Universitätsklinik für Neurologie im St.-Josef-Hospital Bochum die Behandlung von Schlaganfallpatienten um bis zu 23 Prozent.

Warum die Zahl der Todesfälle durch einen Schlaganfall seit Jahren sinkt, ist nicht eindeutig klar. Gründe sind aber vermutlich die bessere Information der Bevölkerung und vor allem die „Stroke Unitis“ an den Krankenhäusern, die seit Mitte der 1990er-Jahre in NRW und auch in Gladbach aufgebaut wurden.

(RP)