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Mönchengladbach: Was hat geöffnet? Was ist erlaubt? - eine Übersicht

Inzidenz in Mönchengladbach aktuell unter 20 : Diese Lockerungen gelten in Mönchengladbach

Einen Cappuccino in Restaurant trinken, im Freibad Bahnen ziehen, Premieren im Theater genießen – in Mönchengladbach ist wieder einiges möglich. Seit dem 11. Juni gelten weitere Lockerungen.

Weil Mönchengladbach nach fünf Werktagen in Folge mit einer Corona-Inzidenz unter 35 abgeschnitten hat, sind die Schutz-Regeln seit Freitag, 11. Juni, gemäß den Vorgaben aus dem Stufenplan des Landes NRW gelockert. Was jetzt erlaubt und was noch verboten ist:

Abstand und Masken Beim Bummel durch die Innenstädte von Gladbach und Rheydt muss seit Freitag, 11. Juni, nicht mehr grundsätzlich eine Schutzmaske getragen werden. Die Stadt hat ihre monatelang geltende Allgemeinverfügung aufgehoben, nach der in bestimmten Straßenzügen der Innenstädte Maskenpflicht herrscht.

Das heißt aber nicht, dass gänzlich und in allen Situationen auf die Maske verzichtet werden darf. Und in Sachen Maske gilt nach Angaben der Stadt: Gemäß Coronaschutzverordnung NRW muss eine Maske „unabhängig von der Einhaltung des Mindestabstands auf Märkten und ähnlichen Verkaufsstellen im Außenbereich, sowie im Umfeld von geöffneten Einzelhandelsgeschäften“ getragen werden. Umfeld bedeutet: auf den Wegen zum Geschäft innerhalb einer Entfernung von zehn Metern zum Eingang, auf dem Grundstück des Geschäftes sowie auf den zum Geschäft gehörenden Parkplatzflächen.

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  In öffentlichen Verkehrsmitteln herrscht die Pflicht, eine medizinische Maske zu tragen. Zunächst hatte es geheißen, Nutzer von Bussen, Bahnen oder Taxen müssten eine Atemschutzmaske (FFP2, KN95, N95) tragen. Diese Regel wurde inzwischen geändert: Eine medizinische Maske reicht.

Die Mindestabstand-Regeln gelten weiter

 An der Kaiser-Friedrich-Halle am Bunten Garten war für die Öffnung der Außengastronomie rechtzeitig alles vorbereit.
An der Kaiser-Friedrich-Halle am Bunten Garten war für die Öffnung der Außengastronomie rechtzeitig alles vorbereit. Foto: Andreas Gruhn

Kontakte Im öffentlichen Raum sind Treffen mit Personen aus fünf Haushalten ohne Test und Personenbegrenzung zulässig. „Alternativ können bis zu 100 Personen verschiedener Haushalte unter Testpflicht im öffentlichen Raum zusammenkommen“, so die Stadt.

Private Veranstaltungen und Partys Private Veranstatltungen sind nun mit 250 Gästen im Freien ohne Testpflicht und mit bis zu 100 Gästen in Innenräumen bei negativem Coronatest-Ergebnis und Rückverfolgbarkeit der Gäste erlaubt. Die Maskenpflicht draußen entfällt. Bei privaten Partys sind bis zu 100 Gäste draußen und bis zu 50 Gäste drinnen jeweils mit negativem Test und Rückverfolgbarkeit zulässig – ohne Mindestabstand und Maskenpflicht.

Tests Wo negative Corona-Tests gefordert sind, dürfen die Ergebnisse nicht älter als 48 Stunden sein. Personen, die seit mindestens 14 Tagen einen vollständigen Impfschutz haben oder die als Genesene gelten (positiver PCR Test der mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegt) sind negativ Getesteten gleichgestellt.

 Gastronomie Auch für Innengastronomie gibt es keine Testpflicht mehr. Clubs und Diskotheken können in Außenbereichen bis zu 100 Gäste mit negativem Testergebnis empfangen, müssen aber deren Rückverfolgbarkeit sicherstellen.

 Einkauf In allen Geschäften darf pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche ein Kunde eingelassen werden. Jahrmärkte und Spezialmärkte im Freien, also auch Trödelmärkte sind erlaubt. Die Testpflicht bei Jahrmärkten und Spezialmärkten entfällt aber nach Angaben der Stadt erst frühestens zum 1. September.

 Sport Kontaktsport ist im Freien mit bis zu 100 Personen und in geschlossenen Räumen bei Rückverfolgbarkeit erlaubt. So lange auch landesweit die Inzidenzstufe eins gilt, gibt es keine Testpflicht. Intensives Ausdauertraining ist nun drinnen mit bis zu 15 Personen zulässig.

Bei Sport sind bis 1000 Zuschauer erlaubt, maximal darf aber nur ein Drittel der verfügbaren Plätze für Zuschauer ausgeschöpft werden. „Die Testpflicht bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen entfällt, weil auch landesweit die Inzidenzstufe 1 gilt“, so die Stadt. Rückverfolgbarkeit muss weiter gewährleistet sein, Mindestabstand muss weiter eingehalten werden.

 Perspektivisch: Bleibt die Inzidenz stabil so niedrig, sind Sportfeste ab 1. September wieder möglich.

Schwimmen Im bereits geöffneten Freibad im Volksgarten entfällt die Testpflicht für Besucher. Es öffnet ab Samstag, 12. Juni, wieder den Freizeitbereich mit Liegewiese. Die Anzahl der zugelassenen Gäste steigt auf 800. Das Stadtbad Rheydt und das Vitusbad sind ebenfalls offen. Die NEW hat ein Konzept entwickelt, das die Öffnung unter Pandemiebedingungen ermöglicht. Im Stadtbad Rheydt dürfen sich demnach maximal 40 Personen gleichzeitig aufhalten. Ins Vitusbad dürfen maximal 120 Gäste zur gleichen Zeit. Um mehr Personen den Zugang zum Bad zu gewährleisten, findet täglich eine Öffnung zu unterschiedlichen Zeitfenstern statt.

Der Einlass in die Hallenbäder erfolgt aus Sicherheitsgründen nur mit einem vorher gekauften E-Ticket sowie einem tagesaktuellen, negativen und schriftlichen Corona-Test oder dem Nachweis eines vollständigen Impfschutzes, der mehr als 14 Tage zurückliegt, oder der Genesung nach Corona-Infektion. Die Tickets sind drei Tage im Voraus erhältlich unter www.new-baeder.de/shop. Seit Montag, 24. Mai, sind Eintrittskarten für die Bäder neben dem Online-Shop auch in den NEW-Kundencentern am Europaplatz und  am Marienplatz erhältlich.

Kultur Für den Besuch von Kultureinrichtungen müssen keine Termine mehr vorab gebucht werden. Führungen sind mit bis zu 20 Personen erlaubt. Kulturveranstaltungen drinnen und draußen dürfen von bis zu 1000 Besuchern besucht werden. Bei bis zu 200 Personen entfällt bei Außenveranstaltungen die Testpflicht.

 So lange gleichzeitig auch NRW-weit Inzidenzstufe eins gilt, kann bei Veranstaltungen bis 1000 Zuschauern entweder die Mindestabstands-Pflicht oder die Pflicht zur Vorlage eines negativen Testergebnisses entfallen. „Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sind zulässig unter Testpflicht, Einhaltung des Mindestabstands und festen Sitzplätzen im Schachbrettmuster“, sagt die Stadtverwaltung.

Im  Theater Krefeld und Mönchengladbach hat man sich für einen Verzicht auf die Testpflicht entschieden. Ab 11. Juni, so eine Sprecherin, brauchen Zuschauer keinen Nachweis mehr über einen negativen Corona-Test, sie müssen auch nicht geimpft oder von einer Infektion mit dem Virus genesen sein. 

 Perspektivisch: Bleibt die Inzidenz stabil so niedrig, sind ab 1.September Musikfeste, Festivals und ähnliche Veranstaltungen möglich. Konzerte im „Strandkorb-Open-air“-Format im Sparkassenpark sind wegen dieses besonderen Hygienekonzepts nach Angaben von Betreiber Michael Hilgers aber unabhängig von dieser Regelung vorher möglich.

Hinweis: Die Daten, die unseren Grafiken zugrunde liegen, stammen vom Robert-Koch-Institut. In einigen unserer Artikel sind die Zahlen der örtlichen Gesundheitsämter die Basis der Berichterstattung und können davon abweichen. Die Städte und das RKI erheben ihre Werte zu verschiedenen Zeitpunkten.