Platzmangel in Mönchengladbach Schule an der Wilhelm-Strauß-Straße soll komplett saniert werden

Mönchengladbach · Aus Not wurden vergangenes Jahr erstmals Kinder von der Grundschule Waisenhausstraße in der ehemaligen Förderschule unterrichtet. Die Stadt will auch den Rest des Gebäudes renovieren, um Platz für die wachsende Zahl an Schülern zu schaffen. Wann die Arbeiten abgeschlossen sein sollen.

 Das Gebäude an der Wilhelm-Strauß-Straße soll vollständig saniert werden.

Das Gebäude an der Wilhelm-Strauß-Straße soll vollständig saniert werden.

Foto: Christoph Wegener

Kostenpflichtiger Inhalt Mönchengladbach hat ein massives Problem – das stellte Sascha Derichs sofort klar, als er die diesjährigen Anmeldedaten für die Grundschulen präsentierte: „Es gibt in der Stadt einfach zu wenig Platz Kostenpflichtiger Inhalt für die rasant steigende Zahl an Schülern“, betonte der Mönchengladbacher Schulamtsleiter bei der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Süd. „Wir müssen deswegen zum Beispiel an der Grundschule Pahlkestraße auf einen Klassencontainer zurückgreifen. Solche Maßnahmen können aber keine dauerhafte Lösung sein.“

Um die Lage zu verbessern, ist in Rheydt nun ein umfangreiches Projekt in Planung, das vergangenes Jahr seinen Anfang nahm. Aus der Not heraus werden seit August 2023 Kostenpflichtiger Inhalt vier Klassen der Grundschule Waisenhausstraße an der Wilhelm-Strauß-Straße unterrichtet. Teile des Gebäudes der ehemaligen Förderschule sanierte die Stadt innerhalb weniger Monate. Die Aktion war notwendig, weil mehr Kinder in Mönchengladbach für das kommende Schuljahr angemeldet wurden, als prognostiziert. An der Waisenhausstraße richtete man deswegen eine fünfte Eingangsklasse ein – obwohl in der Schule der Platz dafür fehlte.

Um den zu schaffen, wurde der neue Teilstandort an der Wilhelm-Strauß-Straße eröffnet und die Schüler der dritten Klasse zogen dorthin um. Bei den Eltern sorgte das für Unmut. „Ein gesamter Jahrgang wird aus einer bestehenden Schulgemeinschaft gerissen“, mahnten so Mütter und Väter in einem Protestbrief. Das Gebäude sei aus ihrer Sicht „keine richtige Grundschule“, auch der marode Zustand und die Gestaltung des Schulhofes wurden kritisiert.

Die Stadt setzte das Projekt trotzdem um – und plant inzwischen, das Gebäude an der Wilhelm-Strauß-Straße sogar komplett zu sanieren, um dort einen vollständigen Schulstandort einzurichten, an dem Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse unterrichtet werden. „Wir wollen noch vor den Sommerferien eine Vorlage für die Herrichtung der eigenständigen Schule in den Stadtrat einbringen“, sagte Sascha Derichs in der BV Süd. „Im August 2025 sollen die Renovierungsarbeiten abgeschlossen und das komplette Gebäude bezugsfertig sein.“

Peter König von der FDP sah diesen Zeitplan jedoch kritisch: „Ist das denn wirklich schaffbar? An dem Gebäude muss schließlich einiges getan werden und meines Wissens nach herrscht dort aktuell Stillstand.“ Derichs betonte, dass der Plan der Stadt bestehen bleibe und so kommendes Jahr mehr Platz für die wachsende Zahl an Schülern in Rheydt geschaffen werden soll. Auch in anderen Stadtteilen brauche es aber Lösungen – und man stehe vor einer Vielzahl weiterer Probleme: So sei zum Beispiel der Ausbau zu offenen Ganztagsschulen je nach Gebäude schwierig, umzusetzen, weil es an Platz für eine Mensa oder eine Küche fehle.

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