Mönchengladbach: Wallfahrt der christlichen Motorradfahrer

Mönchengladbach : Christliche Motorradfahrer trafen sich zur Wallfahrt

Etwa 50 Motorradfahrer fuhren bei freundlichem Wetter eine etwa 60 Kilometer lange Tour von Odenkirchen über Land nach Mönchengladbach.

Glücklicherweise ist der Vorplatz der evangelischen Kirche Odenkirchen groß genug, sodass alle Motorräder der Mitglieder des Clubs ACM (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Motorradfahrer und -fahrerinnen) der Motoradwallfahrt nebeneinander Platz fanden. Gemeinsam versammelten sie sich in der evangelischen Kirche.

Mit schmissigen Klängen der Band „Rostschutz“ startete der ökumenische Motorradgottesdienst. Der Titel „country road“ stimmt auf die anstehende Straßentour ein. Vor dem Altar hatten die Fahrer ihre Motorradhelme in Form eines Kreuzes auf die Stufen gelegt. „Als christlicher Motorradclub ist die Bibel für uns maßgeblich“, erklärte Bernhard Krinke-Heidenfels, der die Notfallseelsorge in Giesenkirchen betreut und zu den Mitgründern des Clubs gehört. Gemeinsam mit seinem Team gestaltet er den Wortgottesdienst. Sie erinnerten daran, dass die Materialien, aus denen die Maschinen gebaut werden, von der Erde geliehen sind und Stahl im Rost wieder zur Erde zurückkehrt, doch dass man mit Pflege die Dinge vor dem Zahn der Zeit bewahren kann. 

In einem Gebet erzählen sie von ihrer Faszination und Liebe für das Motorradfahren: „Wenn ich auf der Straße bin und der Wind und der Sommer mich umgeben, dann fällt alles ab von mir, dann lass ich den Alltag und alles Ungemach hinter mir. Endlich kann ich frei durchatmen, und ich beginne neu und frei zu denken“.

Mit der Bikerhymne „born to be wild“ entließ die Band „Rostschutz“ die Motorradfahrer ins Freie, wo bereits die Polizeibegleitung und die Malteser bereit standen. Die Tour war über 60 Kilometer geplant und führte nach Wickrath, dann weiter nach Wegberg und Brügge, über Waldniel nach Venn und zuletzt nach Gladbach zurück. Als Endstation war das Gladbacher Münster geplant, in dem ein kurzer gemeinsamer Abschluss in der Krypta stattfand. „Das wird schön, es ist eine tolle Strecke“, erklärte eine Besucherin beim Gang aus der Kirche zu den Motorrädern.

Bereits seit 24 Jahren veranstaltet die Gruppe jedes Jahr den ökumenischen Motorradgottesdienst mit anschließender Wallfahrt. Bernhard Krinke-Heidenfels arbeitet engagiert daran mit. „Es treffen sich jeden Monat Leute, die Spaß am Motorradfahren und auch eine Beziehung zu Kirche haben. Einige der Anwesenden haben beruflich oder ehrenamtlich mit der Kirchenarbeit zu tun“. „Es sei wichtig, dass Kirche sich öffnet. Nicht alle Fahrer, die an der Wallfahrt teilnehmen sind auch Mitglieder des Clubs.

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