Mönchengladbach: Venn feiert die Gestaltung seiner neuen Mitte

Mönchengladbacher Stadtteil gestaltet sich neu : Venns neue Mitte nimmt Gestalt an

Rund um die Kirche St. Maria Empfängnis hat sich einiges getan. Der Pfarrgarten ist ein offener Platz geworden. Es gibt eine Boulebahn und Bänke. Die Kirche wurde in zwei Räume geteilt. Das Oktogon dient als sakraler Raum.

Der Pfarrgarten war nicht wirklich ansehnlich und die Hecke zwischen Garten und Mürrigerplatz war verwildert. Das war kein Ort, an dem man sich gerne aufhielt. 2013 begannen Überlegungen, das Areal umzugestalten. Auch in der Pfarrkirche St. Maria Empfängnis hat sich einiges getan. Die ersten Bauabschnitte sind fertiggestellt. Das wird am Wochenende beim Pfarrfest gefeiert. „Die Arbeiten am Oktogon der Kirche kosteten rund 800.000 Euro. Auf dem Außengelände wurden 60.000 Euro investiert“, sagt Bernhard Hintzen, Kirchenvorstand und Vorsitzender des Fördervereins der Pfarre. Rund die Hälfte der Kosten für den neuen Pfarrgarten steuerte die Stadt aus dem Topf „Bürgerschaftliches Engagement zur Wohnumfeldverbesserung“ bei.

Der Platz neben der Kirche, der früher einmal ein unschöner Pfarrgarten war, ist nun ein Ort zum Wohlfühlen. Rasen wurde verlegt, Blumenbeete angelegt und sechs Bänke aufgestellt. Zudem gibt es sieben neue Bäume und eine Boulebahn. Verschwunden ist die Hecke zwischen Garten und Mürrigerplatz. „Der Platz öffnet sich jetzt ganz anders und gibt den Blick auf unsere Kirche frei“, sagt Joachim Seegers vom Förderverein. Bald sollen die beiden Garagen an der Mürrigerstraße abgerissen werden. Dann ist der neu geschaffene Garten schon zu sehen, wenn Autofahrer um die Ecke biegen. Schon jetzt ist zu erkennen, wie schön es in der neuen Venner Mitte ist.

Wenn die Garagen abgerissen sind, wird direkt an das Pfarrhaus ein Anbau gebaut. Dort soll künftig das Jugendheim heimisch werden. Das Grundstück, auf dem aktuell noch das Jugendheim am Grottenweg steht, wird verkauft. Der Erlös wird Teil der Finanzierung des neuen Baus. „Das Pfarrhaus wird künftig verschiedenen Gruppen unserer Gemeinde als Räumlichkeit dienen“, sagt Seegers. Das Pfarrbüro, das derzeit noch im Pfarrhaus beheimatet ist, wird in die Kirche umziehen. Möglich wird das durch eine umstrukturierte Nutzung des Gotteshauses.

Das Langschiff der Kirche wird künftig als Veranstaltungsraum genutzt. Die Arbeiten daran laufen noch. Eine derzeit noch provisorische Wand trennt das Langschiff vom Oktogon ab. Dieses dient bereits als eigentliche Kirche, auch für ökumenische Gottesdienste. Die Möbel sind die alten geblieben, wirken aber wie neu. „Wir haben die alten Stühle und Bänke gesandstrahlt“, erklärt Joachim Seegers. Das Oktogon hat eine gute Akustik. Deshalb reicht eine kleine Orgel völlig aus. „Die alte Orgel, die noch auf der Empore steht, werden wir an den Orgelbauer zurückgeben“, sagt Joachim Seegers. Das Pfarrbüro wird in dem kleinen Raum vor dem Langschiff, direkt rechts am Eingang, heimisch werden. Die Marienkapelle wechselt dafür auf die linke Seite.

Das Oktogon der Kirche St. Maria Empfängnis wurde renoviert. Es dient als eigentliche Kirche. Die Bänke wurden gesandstrahlt. Foto: Kirchenvorstand

Ziel ist aber nicht nur, dass es rund um die Kirche schöner wird. Auch das Gemeindeleben und das Quartier sollen gestärkt werden. „Denkbar ist zum Beispiel ein Kirchencafé nach den Gottesdiensten“, sagt Joachim Seegers. Der verkleinerte Raum im Gotteshaus mache auch deshalb Sinn, weil immer weniger Menschen Gottesdienste besuchen. Durch die Umgestaltung des Gartens, den Mürrigerplatz und die umliegenden Geschäfte ist Venns neue Mitte ein Ort geworden, der die Kirche mehr ins Zentrum rückt.

Als Abschluss der Arbeiten rund um die Kirche St. Maria Empfängnis, die noch rund zwei bis drei Jahre dauern werden, soll auf der Wiese hinter dem Mürrigerplatz ein Kindergarten entstehen. Diesen wird aber nicht die Pfarrgemeinde bauen, sondern ein Investor. Nun wird aber erst einmal gefeiert.

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