1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Unsere Empfehlungen für Weihnachtsgottesdienste

Weihnachten in der Kirche : Singend in die „Stille Nacht“

An Heiligabend verzeichnen die Kirchen traditionell die höchsten Besucherzahlen. Dann treffen auch Menschen ohne Konfession und seltene Kirchgänger auf Stammgäste der Gottesdienste. Die Auswahl und die Vielfalt sind groß. Wir stellen einige der Weihnachts-Gottesdienste vor.

Weihnachten ist ein wichtiges Fest im christlichen Glauben und wird entsprechend gefeiert. Es ist das Fest der Liebe, der Familie und der Besinnlichkeit. Die Christen feiern an Weihnachten, dass Jesus Christus, Gottes Sohn, in einem Stall in Betlehem geboren wurde. Diese Geschichte wird oft in den Kindermetten am Nachmittag des Heiligen Abends erzählt  – meist in einem Krippenspiel, das von Kindern aufgeführt wird. Viele Senioren, Eltern und Großeltern, Tanten und Onkel, besuchen lieber diese früheren Feiern, weil nach dem Besuch des Gottesdienstes gemeinsam mit den Kindern die Bescherung unter dem Weihnachtsbaum stattfinden kann.

Christmette und Christvesper sind am 24. Dezember die im Jahreszyklus am meisten frequentierten Gottesdienste. Sogar Menschen ohne christliche Konfession besuchen dann nicht selten die Kirchen. So treffen in der Messe dann Gelegenheits-Kirchgänger auf regelmäßige Gottesdienstbesucher. Darauf sind die Kirchen und damit natürlich die Pfarrer eingestellt. Es gelten zwar auch am Heiligen Abend bestimmte Regeln, doch viele Geistliche machen, gerade was den Empfang der Kommunion oder des Abendmahls angeht, großzügige Ausnahmen. Festlich und anrührend sind die im Verlauf der Messe gesungenen, bekannten Weihnachtslieder, eine ansprechende Predigt und dann der Abschluss des Gottesdienstes, wenn die Kirche abgedunkelt wird und aus vielen Kehlen das „Stille Nicht, heilige Nacht“ ertönt.

In Mönchengladbach werden viele unterschiedlich gestaltete Christmetten oder Christvespern angeboten. Im Folgenden stellen wir einige vor.


Feierlich
In der Münster-Basilika wird an Heiligabend, ab 18.30 Uhr, die wohl prominenteste Christmette gefeiert, unter Mitwirkung des Münsterchores und des Orchesters der Münstermusik. An der Orgel sitzt RP-Redakteur Wolfram Goertz, die Leitung hat Münster-Kantor Klaus Paulsen. Festlich geht es dort am ersten Weihnachtstag im Hochamt, 11 Uhr, weiter. Aufgeführt werden die „Messe in B-Dur von F. Schubert“, „Denn die Herrlichkeit Gottes des Herrn“ von G.F. Händel sowie „Gregorianische Gesänge vom Tage“. Solisten sind Nadine Balbeisi, Sopran; Dorothee Wohlgemuth, Mezzosopran; Bo-Hyeon Mun, Tenor und Irfan Berilo, Bass. Die Leitung hat erneut Klaus Paulsen.


Traditionell
Die Christmette in der evangelischen Christuskirche am Kapuzinerplatz beginnt an Heiligabend um 23 Uhr. Der festliche Gottesdienst folgt der über Jahrzehnte geprägten Tradition. Eingebunden wird die Erzählung der Weihnachtsgeschichte in gesungene Strophen der bekannten Choräle und in den Vortrag von Vokal- und Instrumentalmusik. Die Musik wird von der Organistin der Gemeinde, Suin Chen-Haurenherm, verantwortet. In der Predigt denkt Pastor Werner Beuschel über ein Wort des heiligen Augustinus nach, nämlich dass unser Herz unruhig ist, unser Lebtag lang.


Mit Kinderchor
Die evangelische Kirchengemeinde Wickrathberg veranstaltet am Nachmittag des Heiligabend für Familien mit kleinen Kindern einen besonderen Familiengottesdienst. Die Kinder des Kinderchores werden das Singspiel „Eine unruhige Nacht“ aufführen. Der musikalische Gottesdienst, der zum Mitsingen und Mitmachen auffordert, findet an Heiligabend um 14.30 Uhr im Gemeindezentrum Wickrath an der Denhardstraße 19 statt.


Open Air
Am Nachmittag des Heiligen Abends bietet um 16 Uhr die Freie Evangelische Gemeinde „Unterwegs“ einen großen Open-Air-Heiligabend-Gottesdienst auf dem Aretzplätzke in Eicken an. Der Schwerpunkt liegt auf dem gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern, das von einer Band begleitet wird. Es gibt eine kurze Weihnachtsgeschichte von Pastor Jan Hanser, dazu Glühwein vom Café Traumfabrik und Lagerfeuer.


Klein und fein
In der Brandts-Kapelle wird an Heiligabend, 16 Uhr, ein Weihnachtsgottesdienst mit Pfarrer Wilhelm Bruners gestaltet, der 18 Jahre in Jerusalem gelebt und dort einem Kreis von in deutscher Sprache schreibenden jüdischen Dichtern angehört hat. Es folgen ein gemeinsames, feierliches Heiligabendessen und eine fröhliche Weihnachtsfeier für angemeldete Gäste in der Kindertagesstätte.