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Mönchengladbach: Unbekannte platzieren spitze Schrauben unter Polizeiauto

Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr : Unbekannte platzieren spitze Schrauben unter Polizeiauto

Die Beamten hörten während der Fahrt zu einem weiteren Einsatz plötzlich ein wummerndes Geräusch. Die Luft war aus einem Reifen entwichen. Ein Abschleppdienst musste den Streifenwagen abholen.

Unbekannte haben am Montagabend in der Gladbacher Innenstadt für einen „Platten“ an einem Streifenwagen gesorgt. Die Polizei ermittelt jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und sucht mögliche Zeugen.

Gegen 18.50 Uhr hatte das Streifenteam während der Fahrt auf einmal ein wummerndes Geräusch gehört. Die Beamten hielten sofort an und gingen um ihren Streifenwagen herum: An einem Reifen fanden sie ein Plastikstück, das mit mehreren Blechschrauben durchbohrt war, die im Gummi des Reifens steckten. diese hatten die Luft aus dem Reifen rasant entweichen lassen.

Die Polizei sieht aufgrund der Spurenlage den Verdacht begründet, dass das präparierte Stück Plastik zuvor absichtlich mit den Spitzen der Schrauben nach oben zeigend vor dem Rad platziert worden war.

Der Streifenwagen – ein Ford S-Max – hatte zuletzt zwischen 18.20 und 18.45 Uhr an der Hindenburgstraße, ein Stück oberhalb des Sonnenhausplatzes, vor einem Bekleidungsgeschäft gestanden. Die Beamten hatten dort in der Nähe einen Einsatz. Währenddessen blieb der Streifenwagen unbeaufsichtigt. Kurz darauf – als es zum nächsten Einsatz ging – wurde die Beschädigung bemerkt.

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Der Streifenwagen war nicht mehr fahrbereit. Ein Abschleppwagen musste ihn in eine Werkstatt bringen, wo der kaputte Reifen ausgetauscht wurde.

Die Beamten hatten dennoch Glück im Unglück, denn der Reifen hätte im Falle einer schnellen Einsatzfahrt unter stärkerer Belastung auch platzen können, so die Polizei. Ein schlimmer Unfall hätte die Folge sein können.

Die Polizei ermittelt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und bittet um Hinweise von Zeugen. Diese nimmt sie unter der Rufnummer 02161 290 entgegen.

(RP)