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Mönchengladbach: Umfrage zur Sicherheit am Platz der Republik

Umfrage in Mönchengladbach : Wie sicher ist der Platz der Republik?

Eine Sicherheitskooperation unter anderem mit Polizei und Ordnungsamt ist seit zwei Jahren an dem problematischen Platz im Einsatz. Es geht vor allem um Sicherheit und Sauberkeit hinter dem Hauptbahnhof. Aber was merken die Bürger bisher davon?

Seit zwei Jahren kümmert sich die Sicherheitskooperation Vitus darum, die problematische Lage am Platz der Republik hinter dem Hauptbahnhof in den Griff zu bekommen. Daran sind neben der Polizei und dem Ordnungsamt rund 30 weitere Institutionen aus der Stadt beteiligt. Nun will die Stadt wissen: Wie empfinden Bürger und Passanten die Lage heute rund um den Platz der Republik? Dazu befragen Mitarbeiter der Stadtverwaltung in dieser und in der kommenden Woche die Bürger direkt vor Ort. Neben Fragen zur Platznutzung möchten sie dabei unter anderem wissen, wie die Bürger Sicherheit und Sauberkeit bewerten und ob aus ihrer Sicht die Arbeit der Sicherheitskooperation konkrete Verbesserungen gebracht hat.

Vor allem Drogenkriminalität war in den vergangenen Jahren zu einem immer größeren Problem geworden. Dagegen geht die Polizei seit einiger Zeit rigoroser vor, das Ergebnis lässt sich in der polizeilichen Kriminalitätsstatistik ablesen: Seit Jahren steigen die registrierten Fallzahlen, 2019 und 2020 um jeweils mehr als sechs Prozent. „Rauschgift-Kriminalität ist eine Kontrollkriminalität. Die steigenden Zahlen zeigen, dass unsere Maßnahmen am Platz der Republik fruchten“, sagte Polizeidirektor Georg Lehnen den Politikern im Stadtrat bei einem Zwischenfazit zur Arbeit.

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In der Sicherheitskooperation geht es insgesamt um die Bereiche Soziales, Sauberkeit/Grünflächen, Belebung des Platzes und Gestaltung – aber vor allem die Sicherheit. Polizei und der Kommunale Ordnungs- und Servicedienst der Stadt gehen dort regelmäßig gemeinsam auf Streife. Und in Kürze wird der Platz mit Mitteln aus dem Projekt Soziale Stadt Alt-Gladbach umgestaltet.

Ein weiteres Projekt sorgt auch für Aufsehen: Ein Konsortium, an dem auch die Polizei und die Hochschule Niederrhein beteiligt sind, will Radartechnik und Künstliche Intelligenz einsetzen, um den Platz sicherer zu machen. Das Projekt mit Namen „Kirapol“ soll dafür vom Land mit bis zu 2,2 Millionen Euro gefördert werden. Das System funktioniert so: Die Radartechnologie liefert kein Bild, sondern Farbspektren und Wellenlinien, was etwa vergleichbar ist mit Messungen von Wärmebildkameras bei Häusern. Künstliche Intelligenz soll dann anhand dieser Daten erkennen können, ob ein gefährliches oder ungefährliches Verhalten bei Menschen vorliegt – etwa eine Schlägerei. Ist das der Fall, schlägt das System Alarm und die Polizei kontrolliert. Personen werden aber anders als bei der Videoüberwachung nicht erkannt.