Zwei Jahre Krieg in der Ukraine „Nach der Flucht arbeite ich in meinem Traumjob“

Mönchengladbach · Die Ukrainer Nataliia Haponiuk und Oleg Tokmachov flohen vor dem Krieg – und bauen sich nun in Mönchengladbach ein neues Leben auf – wie das nun aussieht.

Nataliia Haponiuk kam im März 2022 mit ihren beiden Töchtern aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Mönchengladbach.

Nataliia Haponiuk kam im März 2022 mit ihren beiden Töchtern aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Mönchengladbach.

Foto: Christoph Wegener

Nataliia Haponiuk sitzt im Hans-Jonas-Park auf einer Bank. Die Sonne geht gerade unter, Vögel zwitschern, erste Blumen zeigen ihre weißen Blüten. „Alles ist gut“, sagt die 45-Jährige und lächelt. „Mir geht es gut, meinen Kindern geht es gut.“ Und ihrem Mann? Das Lächeln verschwindet aus Haponiuks Gesicht. Er ist noch in der Ukraine, darf das vom Krieg zerrüttete Land nicht verlassen. Darüber zu reden und die richtigen Worte zu finden, fällt Haponiuk schwer. Dabei beherrscht sie die deutsche Sprache gut. Doch der Gedanke an ihre Heimat schmerzt. „Ich vermisse alles an der Ukraine“, sagt sie und muss sich kurz sammeln. „Aber ich bin ein optimistischer Mensch und will immer das Gute sehen.“ Das sei ihr bislang immer gelungen, kostet in manchen Momenten aber viel Kraft.