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Mönchengladbach: Überraschungen und Premieren bei Fest der St.-Michaels-Bruderschaft in Holt​

Brauchtum in Mönchengladbach : Überraschungen und Premieren bei Fest der Bruderschaft in Holt

Bei dem einen war es der neue Job, bei dem anderen eine Einladung: Das Fest bei der St.-Michaels-Bruderschaft erlebten zwei Männer am Wochenende (2./ 3. Juli) zum ersten Mal. Aber auch für Stamm-Zuschauer bot die Parade Neues.

Für zwei Menschen war es das erste Volks- und Heimatfest bei der St.-Michaels-Bruderschaft. Zunächst für den neuen Pfarrer Marc Kubella, der zum ersten Mal den festlichen Gottesdienst in St. Michael zelebrierte. In seiner Predigt ging Kubella auf die Themen Freundschaft, Missionierung und Toleranz ein. Erstmals hatte er jedoch eine Entschuldigung für nicht anwesende Schützenbrüder bereit; Jesus, so sagte er, sprach von Abendmahl und nicht von Frühmesse. Sein Aufruf an die Anwesenden: „Wir sollten anderen den Glauben vorschlagen und nicht versuchen, zu missionieren.

Eine andere Premiere hatte Stefan Bresser, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Er war auf Einladung von Schützenkönig Udo Nösen (selbstständiger Maler- und Lackierermeister) in Holt. Zum ersten Mal erlebte Bresser eine Parade und war begeistert von den Auftritten der Holter Schützen und der Gastbruderschaften aus Speick, Ohler/ Ohlerfeld und einer Abordnung aus Kothausen.

Überraschend für die Zuschauer war der Auftritt der Pickelhauben: Statt wie üblich im Planwagen und mit Zugpferden fuhren die Senioren diesmal im olivfarbenen Militärwagen vor. Ehrenpräsident Hans Heynckes: „Pferd und Wagen waren nicht zu bekommen.“

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Eine Überraschung hielt die Bruderschaft für Franz Flesser bereit. Der Generalfeldmarschall wurde für 60 Jahre zu Pferde geehrt. Präsident André Heynckes dankte dem 78-Jährigen, der seit seinem 18. Lebensjahr Mitglied der Reiterei ist. In diesen sechs Jahrzehnten, so Heynckes, habe Flesser viele Pferde verschlissen. Der Geehrte versprach, so lange zu reiten, wie es seine Gesundheit zulasse.

In Holt regiert Schützenkönig Udo Nösen mit seinen Brudermeistern Werner Schumacher und Bernhard Müller. Jungkönig ist René Tolls, seine Brudermeister sind Tim Specks und Daniel Oggiano. Der Vogelschuss beginnt Montag ab 13.30 am Festzelt. Vorher findet jedoch am Königshaus Aachener Straße die Königsparade mit abschließender Parade der Klompenfrauen statt.