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Mönchengladbach: TV 1848 veranstaltet Familienfest Alltagsausbrecher mit vielen alten Spielen

Familienfest beim TV 1848 : Vom Flaschendrehen bis zum Kirschkern-Weitspucken

Das alljährliche Familienfest Alltagsausbrecher beim TV 1848 stand diesmal ganz im Zeichen alter Spiele. Unterstützung erhielt der Sportklub auch von anderen Vereinen und Institutionen.

Vater Michael hat seine Tochter Jessica schon an vielen Stationen begleitet. Er sah zu, wie Jessica auf der Hüpfburg sprang, sich beim Klettern versuchte und einen nassen Schwamm über ein Spielfeld trug. „Ich war schon 2018 hier. Das macht mir und meiner Tochter Spaß“, sagte der stolze Papa. Er gehörte am Samstag zu den vielen Gästen, die beim Familienfest 2019 der Alltagsausbrecher auf der Anlage des TV 1848 dabei waren. Dass sich auch jetzt wieder die Besucher drängten, machte Oliver Balzer deutlich. Er war mit einer Freundin und deren Tochter, der sechsjährigen Lia, zum ersten Mal dabei: „Wir haben gefühlt Stunden an der Anmeldung angestanden, aber nun lassen wir uns überraschen.“

Das Familienfest der Alltagsausbrecher feierte runden Geburtstag. „Vor zehn Jahren haben wir mit dem ersten Familienfest angefangen“, berichtete Lars Thierling. „Damals waren die Kinder noch klein. Ich und einige andere befreundete Familien wollten nicht, dass immer jemand zu Hause bleiben muss, um auf die Kinder aufzupassen, sondern dass alle Partner mit Kindern zusammenkommen konnten.“ So sei das Familienfest geboren worden. „Ich habe viele Helfer.“

Dazu zählt auch der Verein TV 1848, dessen Jugendkoordinator Thierling ist. Von Jahr zu Jahr sei das Fest immer größer geworden. Beschränkte es sich am Anfang auf einige Familien, kommen nun Großeltern, Tanten, Onkel und natürlich viele Kinder aus der ganzen Stadt. Thierlings Kinder sind inzwischen groß, der Sohn hilft bei der Anmeldung mit, die Tochter bietet Zuckerwatte an, und Ehefrau Anja betreut eine Station der Familienfest-Ralley.

Den Namen Alltagsausbrecher ersann Thierling auf der Rückfahrt von einer Freizeit an der Mosel. „Der Name passte zu der Idee, mal öfter was mit Freunden zusammen zu machen.“ Und dieses Vorhaben setzt Thierling einmal im Jahr um. An 25 Stationen konnten die Gäste nun alte Spiele kennenlernen „Das geht von Hüpfkästen über Flaschendrehen bis zum Kirschkern-Weitspucken.“ Wer das Klubgelände an der Bökelstraße betrat, bekam einen Laufzettel, auf dem alle Stationen aufgelistet waren.

Highlight war neben der Hüpfburg das von der SSV Rheydt vorgestellte Kanufahren in einem Wasserbecken, in das so mancher angesichts der Temperaturen auch ohne Kanu gerne hineingesprungen wäre. Der Golfclub Myllendonk half beim richtigen Abschlag von Klebesoftbällen, die auf einer Zielscheibe haften blieben. Die Stadtbibliothek hatte ebenso Spiele parat wie die Stadtsparkasse. Und während die sechsjährige Lia als erste Station unbedingt den Kletterwald Niederrhein erproben wollte, war die kleine Jessica schon auf der Zielgeraden.