Konzession in Mönchengladbach Trinkwasservergabe als Drahtseilakt

Mönchengladbach · Die NEW würde gerne die Trinkwasserversorgung für Wickrath übernehmen, das wollen die Kreiswerke Grevenbroich aber auch. Weil die Stadt ihren eigenen Versorger aber nicht bevorteilen darf, wird es in dem schon einmal gescheiterten Konzessionsverfahren personell ziemlich dünn.

 Es geht um die Trinkwasserversorgung in Wickrath.

Es geht um die Trinkwasserversorgung in Wickrath.

Foto: Theo Titz/Titz, Theo (titz)

Das Tauziehen um die Trinkwasserversorgung für Wickrath und Umgebung geht in seine nächste Phase. Und die ist juristisch heikel: Denn ein Teil der Stadtverwaltung und auch der damit normalerweise befassten Politiker dürfen gar nichts davon wissen, was da gerade passiert. Der Hintergrund: Die NEW hat Interesse bekundet, wie aus Unterlagen hervorgeht und wie die Vorstände Frank Kindervatter und Thomas Bley auch jüngst im Gespräch mit unserer Redaktion bekundet haben. Die NEW liefert heute aber kein Trinkwasser nach Wickrath und Umgebung, sondern das tun die Kreiswerke Grevenbroich als Konzessionsnehmer und würden dies offenkundig auch gerne weiter tun. Möglicherweise gibt es auch noch weitere Interessenten, und das sorgt für den juristischen Drahtseilakt: Weil die Stadt an der NEW beteiligt ist, hat sie eigentlich ein Interesse an gut laufenden Geschäften beim eigenen Versorger. Das darf sie aber nicht haben, sonst wäre die Vergabe der Trinkwasser-Konzession womöglich unfair. Und weil schon das erste Ausschreibungsverfahren vor dem Oberlandesgericht gescheitert ist, muss es jetzt peinlich genau laufen. Alles muss auf Neutralität getrimmt sein.