Mönchengladbach: Toter Mann lag vor dem Museum Abteiberg

Opfer mit Stichverletzungen : Mann lag tot in Blutlache vor Museum Abteiberg

Stichverletzungen wies der Körper eines 32-jährigen Mannes auf, den ein Passant am frühen Mittwochabend zwischen Krichel- und Abteistraße fand. Für das Opfer kam jede Hilfe zu spät. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet.

Ein Passant fand am Mittwoch gegen 17 Uhr, etwa zwanzig Meter vom Museum Abteiberg entfernt, einen Mann, der in einer Blutlache lag. Die sofort alarmierten Rettungskräfte konnten nichts mehr für das Opfer tun: Es war tot. Bei dem Mann, dessen Körper Stichverletzungen aufwies, soll es sich um einen 32-Jährigen handeln, der in Bremen gemeldet war. Ob er zuletzt in Mönchengladbach lebte, ist noch unklar. Die Polizei sperrte das Umfeld großräumig ab. Spurenermittler waren schnell vor Ort. Auch der bekannte Ermittler Ingo Thiel sondierte den mutmaßlichen Tatort.

Erste kriminalpolizeiliche Ermittlungen schließen ein Tötungsdelikt nicht aus, eine Mordkommission wurde eingerichtet. Für den Donnerstag ist eine Obduktion angesetzt. Von ihrem Ergebnis erhofft sich die Polizei weitere Erkenntnisse darauf, was sich auf der Treppenanlage zwischen Krichel- und Abteistraße abgespielt haben könnte. Kurz nach Eintreffen der Rettungskräfte kam eine Bekannte des Toten an den Tatort. Sie brach beim Anblick ihres Freundes zusammen und wurde von einem Notfallseelsorger betreut. Die Polizei sucht Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Bereich der Abteistraße gemacht haben, Telefon: 02161 290.

Der Bereich, in dem der Tote gefunden wurde, gilt als gute Adresse. Direkt gegenüber des renommierten Museums Abteiberg ist ein exklusiver Neubau mit Wohnungen und einem kleinen Café entstanden. Die gute Stube der Stadt, das Haus Erholung, liegt ebenso in der Nähe wie das Stiftisch-Humanistische Gymnasium und das altehrwürdige Rathaus Abtei. Die Krichelstraße mit der Citykirche ist allerdings an Wochenenden ein Brennpunkt, weil sich hier junge Menschen treffen und Drogen konsumieren. Es gibt viele Anwohnerbeschwerden. Kritisch ist auch das Umfeld zwischen Haus Erholung und dem inzwischen abgerissenen alten Haus Zoar: In dem Gebäude hielten sich oft Obdachlose auf.

(web)
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