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Mönchengladbach: Tiergarten bittet um Spenden

Corona-Auswirkungen in Mönchengladbach : Tiergarten: Geld für Futter geht aus

Weil ein Ende der Pandemie nicht abzusehen ist, versuchen viele Menschen das Beste aus der Situation zu machen. Denn das Leben muss weitergehen – auch im kleinen Zoo.

Das Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach hat am Montag (Stand: 12 Uhr) zwei neue positive Nachweise auf eine Corona-Infektion verzeichnet. Am Wochenende waren 44 bestätigte Neu-Infektionen hinzugekommen. Außerdem hatte es vier Todesfälle gegeben. Aktuell sind 163 Personen in der Stadt mit dem neuartigen Virus infiziert. Insgesamt ist die Zahl der seit dem 3. März nachgewiesenen Fälle auf 296 (Vortag: 294) gestiegen. Die Zahl der negativen Nachweise hat sich auf 1691 (Vortag: 1651) erhöht. 24 Laborergebnisse stehen derzeit aus. Aktuell befinden sich 491 Personen (Vortag: 501) in Quarantäne, 33 davon liegen im Krankenhaus. Die Zahl der genesenen Patienten ist auf insgesamt 128 (Vortag: 120) gestiegen. Die Zahl der Corona-Toten in Mönchengladbach liegt bei fünf

Unterstützung für Zoo Der Tiergarten Odenkirchen ist wegen der Pandemie geschlossen, die monatlichen Fixkosten für Futter, Pflege, Personal und Miete laufen aber weiter. Mit den ausbleibenden Besuchern ist die Haupteinnahmequelle der gemeinnützigen Einrichtung weggefallen. Der Tiergarten ist nun verstärkt auf finanzielle Unterstützung angewiesen. „Auch wir sparen, wo wir können, verschieben unsere Umbaupläne und schicken Mitarbeiter in Kurzarbeit, an Stellen, an denen es möglich ist. Doch der Zoobetrieb kann nicht ruhen. Unsere Tiere benötigen weiterhin fachmännische Pflege und ausreichend Futter“, sagt Tiergartenleiterin  Katrin Ernst. Aus diesem Grund startet der Tiergarten eine besondere Spendenaktion: „Ihre Kröten helfen uns aus Nöten“. Die Spenden werden direkt für Futter und Versorgung der Tiere eingesetzt. Als Dankeschön für alle Spender verspricht die Tiergartenleiterin ein kleines Präsent: „Wer seine Adresse auf dem Überweisungsträger angibt, bekommt ein Band mit seinem Namen zugesandt. Als Symbol für die Verbundenheit mit unseren Tieren“, sagt Katrin Ernst. Das Band gibt es in verschiedenen Versionen. Spendenkonto: IBAN: DE21 3105 0000 0000 0762 65, Stadtsparkasse Mönchengladbach, SWIFT-BIG: MGLSDE33.

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Intensivbetten Die Kliniken Maria Hilf haben derzeit noch zehn Intensivbetten frei. Das teilte die Stadt am Montagnachmittag mit. „Aktuell befinden sich 20 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen der vier Mönchengladbacher Krankenhäuser. Auf Basis der aktuellen Statistik und gegenwärtig äußerst stabilen Lage wird in den nächsten drei Wochen nicht mit erhöhten Zahlen gerechnet. Zum jetzigen Zeitpunkt mussten keine von den Häusern vorgehaltenen Erweiterungsmaßnahmen in Anspruch genommen werden“, heißt es in der Mitteilung weiter. Daher sei die aktuelle Situation relativ entspannt und ermögliche die Aufnahme von Intensivpatienten aus dem Ausland. So hatten die Kliniken Maria Hilf am Wochenende Patienten aus den Niederlanden aufgenommen. Bislang bleiben Intensivpatienten laut Stadt je nach Grad der Erkrankung und besonders erforderlichen Intensivtherapie zwischen einem Tag und vier Tagen. Bei besonders schweren Fällen könnten es aber auch mehrere Wochen werden.

Selbsthilfe Zurzeit können sich keine Selbsthilfegruppen treffen. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle ist aber weiterhin telefonisch oder per Mail zu erreichen, informiert über die bestehenden Gruppen in Mönchengladbach und sammelt Interessierte für neue Gruppen. Und da tut sich gerade einiges: In Vorbereitung sind zum Beispiel eine Gruppe junger Erwachsener mit psychischen Belastungen, ein Gesprächskreis für frühverrentete Männer und eine Gruppe  „Armut im Alter“.  Aktuell arbeitet das Team der Kontaktstelle an einer Handreichung für Selbsthilfegruppen, um sich per Telefon- oder Videokonferenz zur verabreden. Weitere Informationen gibt es in der Kontaktstelle in Rheydt per Mail oder telefonisch: 02166 923930, selbsthilfe-mg@paritaet-nrw.org.

Modische Masken Maxmo arbeitet jetzt in der Krisenzeit mit dem Textilunternehmen und Nachbarn Van Laack zusammen. Das Ergebnis: antibakterielle, waschbare, Jersey-Masken, ab jetzt erhältlich in allen Maxmo-Apotheken für 5,50 Euro pro Stück. Die Masken, die es demnächst auch in bunt gibt, werden nur in haushaltsüblichen Mengen abgegeben.

Noch mehr Masken Die Upcycling-Firma „Mano nella Mano“ der Evangelischen Stiftung Hephata näht jetzt ebenfalls Masken. Sie seien nicht nach Krankenhaus-Norm genäht und dienten vor allem der psychologischen Unterstützung, teilte Ghazal Schneider von Mano nella Mano mit. Seit einer Woche entstehen in dem Atelier an der Rheydter Straße Masken. Die Designerin und drei Näherinnen haben bereits mehr als 750 Masken produziert. Genäht werde für Hephata, vor allem den Bereich Wohnen. Aufträge gibt es nach Angaben von Elke Ipp, Abteilungsleiterin der Hep-Shops und Mano nella Mano, bereits für 1200 Stoffmasken. Auf der Hephata-Facebook-Seite gibt es ein Video zur Stoffmasken-Herstellung bei Mano nella Mano.

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