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Mönchengladbach: Textil-Studierende in Tunesien

Mönchenglabbach : Textil-Studierende auf Exkursion in Tunesien

20 Studierende vom Fachbereich Textil- und Bekleigungstechnik der Hochschule Niederrhein erfuhren in Nordafrika wie Jeans den gewünschten Used-Look erhalten.

Wie wird Markenkleidung gestrickt und konfektioniert? Wie werden Jeans genäht, gewaschen und behandelt, um den gewünschten Used-Look zu erhalten? Das erfuhren rund 20 Studierende vom Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein bei einer Exkursion nach Nordafrika. Sie besuchten zehn renommierte Produktionsunternehmen in Tunesien und sahen dort beeindruckend große, meist vollstufige Fertigungsstätten.

 „Das nördlichste Land Afrikas gilt als ein wichtiger Bekleidungs-Lieferant für die Märkte Westeuropas und insbesondere für Deutschland“, erklärt Professor Mathias Paas, der zusammen mit seiner Kollegin Professor Kerstin Zöll die Reise organisierte. Unterstützt wurde die Exkursion vom Verband der tunesischen Bekleidungsindustrie. „Der Textil- und Bekleidungssektor in dem arabisch geprägten Land verbindet langjährige Erfahrung, technisches Know-how und Fachkompetenz miteinander und ist eine florierende Branche der tunesischen Wirtschaft“, sagt Kerstin Zöll.

 In den Produktionsstätten konnten sich die Studierenden davon überzeugen. „Viele Maschinen und Technologien kennen wir sonst nur aus Vorlesungsvideos“, sagt Theresa Grümpel, die Produktentwicklung studiert. Das Produktportfolio der besuchten Betriebe war breit gefächert, von Herstellern für orthopädische Medizinprodukte über Herrenhemden, Jeans bis hin zu Sportkleidung und Bademode. Auch die Produktionsvolumina mit bis zu 12.000 täglich produzierten Bekleidungsteilen beeindruckten. Begeistert war die Gruppe von der Gastfreundschaft und dem herzlichen Empfang in den Betrieben. „Meist war es die oberste Führungsriege, die sich viel Zeit für uns nahm und mit großem Engagement die deutschen Studierenden durch die Produktionshallen führte“, sagt Paas. Die Exkursion wurde gefördert im Rahmen des DAAD-Programms zur Steigerung der Mobilität von Studierenden deutscher Hochschulen (PROMOS) aus Mitteln des Bundesbildungsministeriums (BMBF) und wurde zudem durch den Fachbereich unterstützt.

(gap)