Nach Krankenhausaufenthalt Taxi lässt Herzinfarkt-Patienten in Mönchengladbach stehen

Mönchengladbach · Herbert Gonsch lag zwei Wochen lang im Krankenhaus Maria Hilf. Nach seiner Entlassung wollte er sich mit dem Taxi nach Hause bringen lassen. Doch der Fahrer weigerte sich, den 81-Jährigen mitzunehmen. Was der Grund dafür war.

Am Taxistand vor den Kliniken Maria Hilf wollte Herbert Gonsch (81) mit dem Taxi nach Hause fahren. Stattdessen wurde er auf den Bus verwiesen.

Am Taxistand vor den Kliniken Maria Hilf wollte Herbert Gonsch (81) mit dem Taxi nach Hause fahren. Stattdessen wurde er auf den Bus verwiesen.

Foto: Timo Sieg

Vier Jahre lang war Herbert Gonsch von Kopfschmerzen geplagt. Er ging zum Hausarzt, zur Neurologin, zum Psychologen und zur Zahnärztin – nichts half. In der Nacht zum 28. Juni musste er sich übergeben, und die Kopfschmerzen wurden so schlimm, dass seine Ehefrau Margit den Notarzt rief. Der lieferte Gonsch gegen halb fünf in die Maria-Hilf-Klinik ein. Die Ärzte kamen schnell auf den Verdacht eines Herzinfarktes, das Gehirn des 81-jährigen bekam nicht genug Blut. Zwei Stents, also Gefäßprothesen, wurden in die Brust eingesetzt, gegen 10 Uhr war die Operation beendet.