Mönchengladbach: Tausende Besucher beim Rheydter Marktfest

Verkaufsoffener Sonntag in Mönchengladbach: Marktfest mit Urlaubsflair

Feilschen, essen, klönen, shoppen – Tausende Besucher tummelten sich auf dem Rheydter Marktplatz. Vom dichten Gedränge ließ sich keiner die Laune verderben.

Großer Andrang zur Feier des 200-jährigen Bestehens des Rheydter Marktrechtes: Auf dem Rheydter Marktplatz tummeln sich die Menschen bei strahlend-warmem Herbstwetter um die 70 aufgebauten Flohmarktstände.

Es wird auf Teufel komm raus geboten, gefeilscht und gekauft. Mit Büchern, Langspielplatten, altem Kinderspielzeug, Kleidung und Hausrat präsentieren sich die Händler mit einer bunten Auswahl. Am Mittag bereits gut besucht, geht es ab 14 Uhr auf dem Flohmarkt nur noch in dicht gedrängter Reihenformation voran. Ihre gute Laune bewahren trotzdem alle.

Ein Gemälde auf Leinwand musste es für Anni Backus sein. Die Rheydterin hatte sich mit einer Bekannten auf Schnäppchensuche gemacht. „Das Bild habe ich günstig gekauft, ob ich es in meiner Wohnung aufhänge, weiß ich noch nicht“, sagt sie und präsentiert ihrer Trophäe. Nach Hause wollen die beiden Damen aber noch lange nicht: „Wir gehen jetzt erst einmal in den Geschäften rund um den Marktplatz stöbern. Wir finden es gut, dass die Läden an einem Sonntag geöffnet sind.“

Auf dem Flohmarkt gab es Exotisches und so manches Schnäppchen, und Feilschen war erlaubt. Foto: Theo Titz

 Marktfest und geöffnete Ladenlokale am Sonntag – das passt nicht nur gut, das befruchtet sich gegenseitig. „Wir sind wegen des Festes hierher gekommen“, sagen Elke und Detlev Meier aus Rheydt, während sie sich das Sortiment im Geschenke-Haus Etepeteete an der Hauptstraße ansehen. Ein wenig wollen sie noch durch die Geschäfte streifen und dann den schönen sonnigen Tag draußen auf dem Marktplatz genießen, bevor sie wieder nach Hause gehen.

Ähnlich empfinden Tanja Straetener und Daniel Kleinschmidt das Fest. Die ehemaligen Rheydter und Jetzt-Viersener sind gezielt zum Marktfest mit verkaufsoffenem Sonntag in ihre ehemalige Heimatstadt gekommen. „Die Rheydter nutzen gerne die Gelegenheit, ein Fest mit Zusatzprogrammen zu verknüpfen. Das finden wir toll. Man hält sich länger in der Innenstadt auf, kauft ein, geht zwischendurch einen Kaffee trinken. Das lohnt sich. Wir bleiben noch etwas länger hier und sehen uns auf dem Marktplatz und in den Geschäften um“, sagen die beiden.

Fest-Eröffnung mit Barbara Gersmann (Mitte) und Michael Schroeren. Foto: Theo Titz

 Der Marktplatz zeigt sich am Sonntag als das, was er sein soll, als liebenswerter Ort der Begegnung. Zum entspannten Verweilen, Klönen, Essen und Trinken laden die vielen Imbissbuden auf dem Marktplatz ein. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei: Rostbratwurst, chinesische Spezialitäten, Kartoffelsnacks, Crêpes. Gemeinsam mit dem Nostalgie-Kinderkarussell bilden die zahlreichen Buden eine fröhliche Kirmesstimmung ab.

 Ein blendend aufgelegtes Jugendsinfonieorchester der Stadt Mönchengladbach begeistert das Publikum mit schmissigen, rockigen und poppigen Stücken.

Mit nur sieben Angebotsständen rund um die Themen Wild, Geflügel, Lamm, Obst, Salat und Gemüse sowie Backwaren und Honig ist der Gemüse- und Fleischmarkt eher sparsam vertreten. Das ist schon ein bisschen schade. Der allgemein großartigen Stimmung im Publikum, in die sich durchaus auch etwas Urlaubsflair mischte, tut dies am Ende aber dann doch keinen Abbruch.

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